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Schritt in Richtung Windpark

Schwedeneck Schritt in Richtung Windpark

Die Gemeindevertretung Schwedeneck hat am Donnerstag für den ersten Schritt Richtung Ausnahmegenehmigung zum Bau eines Windparks bei Surendorf gestimmt. Die Bürgerinitiative Gegenwind übergab 368 Unterschriften gegen das Projekt mit drei 175 Meter hohen Mühlen an Bürgermeister Gustav-Otto Jonas (SPD).

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368 Unterschriften, die zu einem Bürgerbegehren führen sollen, brachten Nicole Helmbold (links), Alexandra Bruns und David Helmbold von der Bürgerinitiative Gegenwind mit in die Sitzungen von Bauausschuss und Gemeindevertretung

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Schwedeneck. Über 60 Besucher verfolgten das Geschehen in Mißfeldts Gasthof in Krusendorf. „Wir stehen am Anfang des Planverfahrens“, betonte der Bauausschussvorsitzende Werner Kiesel (SPD). Damit beide Seiten früh wissen, was möglich sei, gehe es darum, der Landesplanung Unterlagen zur Vorab-Prüfung zuzuleiten.

 Planer Oliver Kühle erläuterte die Eile: Die bereits erneuerte Veränderungssperre für das Gebiet laufe im Januar aus, eine weitere Verlängerung sei unwahrscheinlich. Wenn die Sperre ausläuft, gelten die Regeln des privilegierten Bauens im Außenbereich. Investoren könnten sich dann direkt um eine Genehmigung bemühen, die Gemeinde verliere ihren Einfluss. Es könne dann „ganz andere Anlagen geben – das ist kein Drohgespenst.“ Kühle sagte den Kommunalpolitikern: „Sie können auch nach diesem Beschluss das Planverfahren ohne materielle Folgen beenden.“

 Nach zeitweise aufgeregter Debatte fand Tom-Oliver Solisch (UBS) für seinen Antrag, die Windkraft-Punkte von der Tagesordnung zu nehmen, keine Mitstreiter. Der Bauausschuss debattierte daher über die ersten Anregungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Unterlagen, erklärte Planer Norbert Jeß, seien erforderlich, um die Ausnahmegenehmigung beantragen zu können. Sowohl Bauausschuss als auch Gemeindevertretung stimmten bei einer Gegenstimme von Solisch dafür.

 Wenn es, wie angekündigt, zu einem Bürgerbegehren kommt, ruhe das Bauleitverfahren, erläuterte Planer Kühle; die Veränderungssperre laufe aus: „Im schlimmsten Fall wären vier Mühlen möglich.“ David Helmbold, Sprecher der Bürgerinitiative, sagte, die Genehmigungsbehörde werde den Bürgerwillen berücksichtigen. Er kritisierte nach der Sitzung, dass eine „Drohkulisse“ aufgebaut werde: „Es ist unsittlich zu sagen, schlucken Sie mal die eklige Kröte, sonst kriegen Sie die giftige.“ Die Bürgerinitiative wehre sich nicht gegen den Park, sondern die Höhe der Anlagen, erklärte Alexandra Bruns. Man wolle „keine Anlage über 150 Meter“. Eine Höhenbegrenzung lasse sich in Form eines Bürgerentscheids festlegen, erklärte die Initiative gestern: Die Bürger von Rieseby „waren bereits erfolgreich.“

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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