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Linde war nicht mehr zu retten

Bordesholm Linde war nicht mehr zu retten

Der Technische Betriebshof (TBH) fällte im Schlagholm in Bordesholm eine der 14 dort stehenden, gut 60 Jahre alten Sommer- und Silberlinden, die krank war. Die Kronenauslichtung der übrigen Bäume um bis zu 65 Prozent soll bis Ende Februar erfolgen, sagte Lena Paschko, Umwelttechnikerin des Amtes.

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Michael Foord vom Technischen Betriebshof der Gemeinde Bordesholm fällte den Baum Stück für Stück.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. „Da warte ich nur noch auf die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde“, betonte sie. Viele Schlagholm-Anlieger hatten sich, wie berichtet, im September im Umweltausschuss ein Handeln der Kommune gefordert, weil aus ihrer Sicht die Bäume zu groß und zum Teil instabil seien.

 Das aus Sicht der Dendrologie, der Lehre von den Bäumen, Besondere ist dort: Auf einer Sommerlinde ist in zwei Metern Höhe eine Silberlinde aufgepfropft worden. Das ist in Schleswig-Holstein ganz selten. Das Gremium hatte eine Rodung der gesamten Allee deshalb auch abgelehnt, aber grünes Licht für die Einkürzung gegeben. Nur bei dem am Montag gefällten Baum, dessen Äste bereits mit Stahlseilen gesichert wurden, konnte die Stabilität nicht gewährleistet werden.

 Michael Foord, Baumexperte beim TBH, sägte ihn Stück für Stück ab. Bereits beim ersten der fünf Hauptstämme zeigte sich am späten Vormittag, dass die Entscheidung zur Fällung richtig gewesen war. Nachdem Foord die Säge angesetzt hätte, war ein lautes Knacken zu vernehmen. „Der Stamm wurde nur noch von den eingewachsenen Halterungen getragen“, erklärte er. Nach gut fünf Stunden war nur noch der Stumpf übrig.

 „Die Freude ist groß“, meinten die direkten Anlieger Angela und Michael Gocht, die dem Sägespektakel kurz vor 12 Uhr kurz beiwohnten. „Man musste echt Angst haben, dass der irgendwann mal umfällt. Der hätte schon vor fünf Jahren gefällt werden müssen“, betonte Michael Gocht. Nun falle im kommenden Herbst auch deutlich weniger Laub, fügte er schmunzelnd hinzu.

 Der Stumpf kommt übrigens auch noch weg. „Die Wurzeln, die sicherlich bis zu 20 Meter in den Boden ragen, können wir natürlich nicht entfernen“, so Foord. Aber der Stumpf soll bis zu einer Tiefe von 50 Zentimetern ausgefräst werden. Das soll auch mit anderen noch verbliebenen Stümpfen im Gemeindegebiet passieren. „Wenn alle Fällungen erledigt sind, werde ich das in Auftrag geben“, betonte Lena Paschko.

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