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Vor 25 Jahren Pioniere gewesen

Seniorenbeirat Bordesholm Vor 25 Jahren Pioniere gewesen

Mit einem Festakt feierte der Seniorenbeirat Bordesholm am Montag seinen 25. Geburtstag. Das Gremium war nicht das erste in Schleswig-Holstein, aber ihm sei schon eine kleine Vorreiterroller im Land zuzuschreiben, wie Kreispräsident Lutz Clefsen betonte: „Sie können stolz sein. Sie waren Pioniere.“

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Kreispräsident Lutz Clefsen überbrachte dem Bordesholmer Seniorenbeirat im Rathaus die Glückwünsche des Kreises.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Auf Intention des damaligen Bürgermeisters Eberhard Grünz gründete sich im Juni 1991 der Seniorenbeirat. Das einzige noch lebende Vorstandsmitglied ist der 88-jährige Werner Plickert, der den Beirat von 1995 bis 2005 als Vorsitzender leitete. Er nahm am Montag am Festakt auch teil. Neben ihm gehörten Elisabeth Großmann, Gerhard Kühn, Reta Schroll, Lothar Faulhaber, Gertrud Mosentien und Willi Völzke zum ersten Gremium. Seit sechs Jahren steht Albert Holzer an der Spitze, er übernahm die Arbeit in einer schwierigen Zeit 2010, als es keinen amtierenden Vorstand gab.

 Der 1. stellvertretende Bürgermeister Ronald Büssow würdigte die Arbeit des Gremiums, dessen Mitglieder noch bis 2018 im Amt sein werden. Er erinnerte an die vielen Ideen, die realisiert wurden: Wegweiser für Ältere, seniorengerechter Ortsplan, Vorsorgemappe, Notrufbeschilderung der Bänke am Seerundweg. Amtsdirektor Heinrich Lembrecht erinnerte daran, dass in Bordesholm mit 2330 Menschen fast 30 Prozent der Einwohner über 60 Jahre alt seien. „Den Seniorenbeirat, der ein Bindeglied ist, muss man wie einen Schatz hüten und nutzen.“ Er erinnerte auch an die Treppe am Bahnsteig – der Seniorenbeirat habe bereits frühzeitig moniert, dass die zu steil sei.

 Büssow kündigte in seiner Rede außerdem an, dass die Gemeinde mit einem Investor und einem Betreiber für Betreutes Wohnen im Zentrum im Gespräch sei. Es handelt sich um die Fläche zwischen dem Rathaus und den Firmen Kiel an der Mühlenstraße. Details wollte er aber noch nicht verraten. Die politischen Gremien würden demnächst über das Projekt beraten.

 Peter Schildwächter, Vorsitzender des Landesseniorenbeirats, würdige die Beiräte, die das „nachbarschaftliche Leben“ anschieben. Neben Geselligkeit sei aber auch Sicherheit eine wesentliche Aufgabe. Demnächst werde es in Neumünster ein Veranstaltung zum Enkeltrick geben: Zuletzt sei eine ältere Dame dort um 90000 Euro gebracht worden, berichtete er.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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