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Sie üben das Abseilen vom Windrad

Büdelsdorf Sie üben das Abseilen vom Windrad

Der Service für Windkraftanlagen an Land und auf dem Meer verlangt hohe technische Kenntnisse. Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, betreibt Senvion, ein Hersteller von Windenergieanlagen, in Büdelsdorf ein Schulungszentrum für Servicetechniker im Onshore- und Offshore-Bereich.

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An einem acht Meter hohen Sicherheitsturm trainieren die Techniker das Abseilen mit einem Verunglückten.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Büdelsdorf. „Wir schulen jährlich zwischen 5000 und 7000 Mechatroniker, Elektriker, Mechaniker und Techniker aus aller Welt“, sagt Abteilungsleiterin Sabine Meyer. „Davon sind 50 Prozent Mitarbeiter des Unternehmens, die andere Hälfte machen externe Servicekräfte aus.“

 Die Mitarbeiter müssten höhentauglich, schwindelfrei und für die hohen körperlichen Anforderungen belastbar sein. In der Schulungsanlage trainieren zwölf Ausbilder die Techniker unter realen Bedingungen. Der Standort sei ideal. Eine geeignete Halle und ein Schulungsraum sowie die Obereider befinden sich in unmittelbarer Nähe.

 Die 2000 Quadratmeter große Schulungshalle sei mit 90 Prozent der Bauteile einer Windkraftanlage ausgestattet. Senvion verzichtet notgedrungen auf die gigantischen Rotorblätter. „Wir trainieren in Zweiergruppen die Verhaltensweisen bei Gefahrenlagen.“ Ein acht Meter hoher Sicherheitsturm, ausgestattet mit Leitern, Seilzug und Kastenaufbau, ersetzt die bis zu 100 Meter hohen Windmühlentürme.

 Dort seilen sich die Offshore-Techniker ab und lernen, wie sie sich beispielsweise bei einem Brand im Turm zusammen mit verunglückten Kollegen ins Wasser abseilen können. Die Handhabung mit Helm, Karabinern, Schlingen und Gurtsystemen wird geübt. Erste-Hilfe-Kurse, Umgang mit einer speziellen Rettungstrage und Warnfackeln sowie Auslösung eines Hilferufes per Sender gehören ebenfalls zum Schulungsprogramm.

 Eigens für das Überleben im Wasser hat Senvion mit einem Fachunternehmen einen Überlebensanzug mit Schutzausrüstung entwickelt. „Die Rettungsweste ist so konzipiert, dass der Kopf des Verunglückten stets aus dem Wasser ragt“, erläutert Sabine Meyer.

 Wie ein Helfer sich von einem Verunglückten vom gemeinsamen Seil per Seitenschneider trennt und ihn ins Wasser fallen lässt, das wird in der Obereider trainiert. Sabine Meyer: „In voller Ausrüstung lernen die Servicekräfte, wie sie einen Verletzten im Wasser abschleppen können.“ Je nach Schulungsziel dauert das Training zwischen einem Tag und drei Wochen.

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