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Reesdorf organisiert Erntedank

Sieben Dörfer im Wechsel Reesdorf organisiert Erntedank

Der Erntedankgottesdienst in der St. Johanniskirchengemeinde Brügge wird zukünftig reihum von den sieben Kirchspieldörfern gestaltet. Den Anfang macht am 4. Oktober Reesdorf. Mit dem neuen Konzept will der Kirchengemeinderat die sieben Gemeinden näher an die Kirche führen.

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Gabi Evers gestaltet mit weiteren Reesdorfern und Pastor Henry Koop den Erntedankgottesdienst am 4. Oktober.

Quelle: Sven Tietgen

Brügge/Reesdorf. Das Thema Mitgliederschwund spielt bei der Neuerung keine Rolle: Die Situation bei den Kirchenmitgliedern ist stabil, stellte Pastor Henry Koop klar. Rund 70 Prozent der Bewohner sind eingetragene Mitglieder. „Auf dem Land sieht es einfach anders aus als in den Städten“, sagte der Theologe. Mit der neuen Organisationsform für den Erntedankgottesdienst reagiert der Kirchengemeinderat auf den Strukturwandel in den Dörfern. So verringerte sich in den vergangenen Jahren die Menge an Erntegaben, die traditionell aus den Gärten und Äckern der Kirchspieldörfer Bissee, Brügge, Groß Buchwald, Negenharrie, Reesdorf, Techelsdorf und Teilen Wattenbeks abgegeben wurden. Zudem fehlt der Nachwuchs für die Frauen, die bislang die Erntekrone gebunden haben.

 Auf Vorschlag von Gabi Evers übernimmt Reesdorf die Vorreiterrolle bei der Organisation des Gottesdienstes in der Brügger Feldsteinkirche. Die 48-jährige Reesdorferin, seit anderthalb Jahren Kirchengemeinderätin, kann mit vielen Akteuren aus dem Dorf rechnen: Bereits zum ersten Treffen kamen zwölf Bewohner, weitere Reesdorfer stehen in den Startlöchern. Die Arbeitsgruppe sucht derzeit die Felder mit Weizen, Roggen, Gerste und Hafer aus und bestimmt den Erntezeitpunkt, dazu geht es um die Binde- und Gestaltungstechnik der Krone, die in der Kirche aufgehängt wird. Ein Teil der Gruppe beschäftigt sich mit der Gottesdienstgestaltung sowie der Dekoration des Kircheninnenraums. Zwar wollen die Organisatoren einiges an Erntegaben wie Kartoffeln, Wurzeln oder selbstgemachte Marmelade mitbringen, die Reesdorfer hoffen aber auch auf Spenden aus den übrigen Gemeinden. Gabi Evers freut sich über die hohe Beteiligung aus ihrem Dorf: „Das Erntedankfest gibt die Möglichkeit, sich mehr mit der Kirchengemeinde zu identifizieren. Die Kirche rückt näher zu den Menschen.“

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