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Drängende, leidenschaftliche Liebeserklärung

Sing Your Soul Drängende, leidenschaftliche Liebeserklärung

Gehen Klezmer und Swing zusammen? Die Antwort des Ensembles Sing Your Soul im Konzert in der Christuskirche war eindeutig „Ja“. Das vom frischen Schwung der kultiviert interpretierten Stücke gefesselte Publikum entließ die Musiker erst nach einer mit kräftigem Applaus erklatschten Zugabe.

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Joachim Roth am Kontrabass verstärkte das Duo Meike Salzmann und Ulrich Lehna.

Quelle: Beate König

Kronshagen. Klassikern wie Guantanamera oder Mr Sandman neue Seiten abgewinnen zu können, ist eine Kunst, die das von Joachim Roth am Kontrabass verstärkte Duo Meike Salzmann und Ulrich Lehna meisterhaft beherrschten. Der weltberühmte Bert-Kämpfert-Evergreen  Stranger’s in the Night  bekam im Fingerspiel der Drei die Qualität einer musikalischen Erzählung. Mit  Echo-Effekten schattierte Lehna die sattsam bekannten, langen Melodielinien neu ab und lenkte damit die Zuhörer zu den komponierte Finessen im Stück, die unterhalb der oberflächlichen Schmalzigkeit liegen. Meike Salzmanns Antwort auf dem Akkordeon: Schlanke, rhythmisch sehr präzise Einwürfe in einer extrem kultivierten Lautstärke.

Basis in der Musik gewordenen Liebeserklärung, die immer drängender, leidenschaftlicher wurde: Roths klare Basstöne, rasend gespielt wie der rasche Trommelwirbel eines in Liebe schlagenden Herzens.

Beim finnischen Tango Die weiße Lilie am Wegesrand, beim Wild Cat Blues oder dem Chattanooga Choo Choo zuckten die Fußspitzen der Zuhörer erkennbar. Zum Tanz vor der Kirchenbank wagte sich jedoch kein Paar.

Dem in der Version von Sing Your Soul akkuraten, dabei melodisch herzerwärmend intonierten Swing, der für Turniertänzer seit Jahrzehnten   zum Standard auf dem Parkett gehört, waren Klezmer-Stücke vorangestellt. Die Auswahl der Instrumente machte die Interpretation spannend. Lehna und Salzmann ergänzten die Arrangements durch Trommeln auf der Djembe.

Akustisches Schmuckstück in den meditativen Werken, die Pastor Sascha Lohmann durch vorgelesene Texte bereicherte, war eine Ode an die Mutter, A yddische Mama. Wie eine Familienszene zwischen Kindern und  Mutter klang der vom Ensembel sauber gesteuerte, zunehmend aufgeregte Dialog von Akkordeon und Klarinette, in dem zum furiosen Schluss Lehnas Klarinette in höchsten Tönen eines „Wie oft hab ich Dir schon gesagt“ schimpfend alles überlagerte.

Der Termin fürs nächste Wiedersehen steht: „Nächstes Jahr am ersten Freitag im Januar ist Sing-Your-Soul-Konzert“ kündigte Pastor Lohmann an.

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