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Sonnabends werden Emkendorfs Feuerwehrleute zu Tiefbauern

Feuerwehrgerätehaus Sonnabends werden Emkendorfs Feuerwehrleute zu Tiefbauern

Jeden Sonnabend arbeiten bis zu zwölf Feuerwehrleute, um den Parkplatz, den Knick und die Rasenfläche rund um das neue Feuerwehrgerätehaus im Emkendorfer Ortsteil Kleinvollstedt, anzulegen. Überlegungen zur Nachnutzung der drei bisherigen Gerätehäuser gibt es auch schon.

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Zu zweit hieven Sönke Wiegel (links) und Alfred Naudszus die schweren Bordsteine in Position, hinten schaufelt Johannes Naudszus den Graben für den Einbau der Kantsteine.

Quelle: Beate König

Emkendorf. „Wir wollen der Gemeinde Kosten sparen und gleichzeitig eine Identifikation mit dem neuen Gerätehaus schaffen“, erklärte Alfred Naudszus, stellvertretender Bürgermeister und Löschmeister in Personalunion, die Idee hinter der Handarbeit der Feuerwehrmänner. „Es soll etwas Attraktives für die 66 Aktiven entstehen, auf das man stolz sein kann.“

Ältere Feuerwehrleute erzählten Naudszus, wie sie vor Jahrzehnten mit eigenen Händen ihr altes Gerätehaus gemauert haben. Beim 1 Million Euro teuren Neubau mit der rund 700 Quadratmeter großen Grundfläche gelten jedoch neue Regeln: „In Eigenregie geht das heute nicht mehr. Das große Haus wurde nach Architektenplänen gebaut, darauf gibt es nur Garantie, wenn Baufirmen gearbeitet haben.“

Tiefbauerfahrungen werden eingebracht

Anders als früher ist die Zahl der Handwerker unter den Feuerwehrleuten inzwischen auch geringer. Die Planung der Parkplätze liegt jedoch in Profi-Händen: Feuerwehrkameraden mit Tiefbauerfahrung sind als Bagger- und Radlader-Fahrer, mit Rüttler, Gummihammer und Betonmischer aktiv. Gemeindewehrführer Sönke Wiegel bringt sein Wissen ins Ehrenamt ein, das er als Chef der Firma Land und Bau hat. Das Maschinen-Profi-Equipment wurde größtenteils von Baufirmen in der Region gesponsert, sagt Naudszus. 1400 Quadratmeter sollen mit Doppel-S-Steinen gepflastert werden, 24 Stellplätze sind geplant – eine Hausnummer: „Vorher hatten wir vier Stellplätze.“

2300 Quadratmeter Rasenfläche sind neben dem Parkplatz für Übungen der Wehr vorgesehen. „Das gesamte Flurstück gehört der Gemeinde“, berichtet Naudszus. Gut 100 Meter Knickwall sind bereits aufgeschüttet, die Feuerwehr will dort Bäume und Sträucher pflanzen. Naudszus rechnet damit, dass der gesamte Außenbereich im Sommer fertig ist. Dann kann das neue Feuerwehrfahrzeug einziehen.

Gemeinde hat schon Pläne mit alten Gerätehäusern

Vor drei Jahren, als die Feuerwehren der Ortsteile Bokelholm, Kleinvollstedt und Emkendorf fusionierten, begann die Planung für den Gerätehausneubau, der beinah im Zentrum zwischen den drei Ortsteilen liegt. Ein Jahr dauerte der Bau, derzeit wird noch im Schulungsraum ein Wasserschaden mit Heißlüftern behoben.

Ideen für die alten Feuerwehrgebäude gibt es schon: An dem Haus am Gut Emkendorf hat der Gutsherr Interesse bekundet. „Die Gespräche laufen“, sagt Bürgermeister Jochen Runge. Ein Verkauf sei auch beim Kleinvollstedter Gebäude denkbar. „Bei dem Bokelholmer Gerätehaus ist ein Verkauf schwieriger, da es mit einem Gebäudekomplex verbunden ist. Hier überlegen wir zu vermieten oder es für gemeindliche Zwecke zu verwenden“, erlärt Runge.

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