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Sonnenenergie von der Autobahn

Schönbek Sonnenenergie von der Autobahn

Es riecht nicht, es ist nicht zu sehen und man hört es nicht: Mit dieser Formel fasste ein Zuhörer der Einwohnerversammlung in Schönbek die Auswirkungen des geplanten Solarparks für das Dorf zusammen.

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In einem 110-Meter-Korridor links und rechts der A7 in Höhe Schönbekerholz soll der Solarpark entstehten.

Quelle: Tietgen

Schönbek. Projektentwickler Gerriet Arndt musste dennoch viele Fragen zur Photovoltaik-Anlage beantworten, die beiderseits der A7 in Höhe Schönbekerholz entstehen soll. Offen blieb, ob und ab wann die Gemeinde von Gewerbesteuern profitieren kann.

 „Es fällt Gewerbesteuer an, aber ich will keine Zahlen nennen, vieles hängt von den Abschreibungszeiträumen ab“, erklärte Arndt vor knapp 40 Zuhörern am Dienstag in der Alten Schule. Die Dimensionen des Solarparks sind nicht von schlechten Eltern: Für die aufgeständerten und bis zu 2,50 Meter hohen Photovoltaik-Module benötigt der Projektentwickler der in Hamburg und Ostfriesland ansässigen Firma Solar Wind 17 Hektar Fläche. Die Module sollen in zwei jeweils 110 Meter breiten Streifen neben den Fahrbahnen errichtet werden – auf bis zu 700 Metern Länge östlich der A7 und auf etwa 500 Metern Länge auf der Westseite in der Lücke zwischen A7 und A215. Die rund 40000 Platten würden rund neun Millionen Kilowattstunden Strom jährlich produzieren, das entspricht dem Verbrauch von 2000 Haushalten.

 Die benötigte Fläche wird vom Schönbeker Jürgen Wittmaack für 25 Jahre an den Betreiber Enerparc verpachtet, das Hamburger Unternehmen ist Marktführer in dem Bereich. „Die Anlage wird auf Rammprofile gegründet, damit wird es keine Bodenversiegelung durch Fundamente geben“, erläuterte Gerriet Arndt. Auf Nachfragen machte er deutlich, dass die örtliche Feuerwehr in die Planung eingebunden wird. Die Module sind fast zu 100 Prozent recycelbar, nach Ablauf der 20-jährigen Garantie für die Einspeisungsvergütung könne die Anlage schnell und kostengünstig zurückgebaut werden. Vom Dorf wären die Module zudem nicht zu sehen, weil die Fläche in einer Senke liegt.

 Als Baubeginn peilen Projektentwickler und Betreiber Ende 2016 an. Dafür soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden, der Beschluss dafür wird bereits am Dienstag, 22. September, in der Gemeindevertretersitzung beraten. Einen Flächennutzungsplan müssen die Schönbeker nicht auf die Beine stellen. Von der Anlage könnten auch die Bewohner in Schönbekerholz profitieren: Im Zuge der Anbindung des Solarparks an das Umspannwerk Neumünster sind Glasfaser- und neue Telefonleitungen für die Häusergruppe im Gespräch.

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