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Arbeit im Stillen mit großem Effekt

Flintbek Arbeit im Stillen mit großem Effekt

„An sieben Tagen in der Woche habe ich Sovd“ – das sagt Armin Arend aus Überzeugung. Der 77-Jährige leitet seit 1993 den Ortsverein Flintbek im Sozialverband Deutschland (Sovd) und freut sich auf das 70-jährige Bestehen der Gemeinschaft, das am 14. Mai groß gefeiert werden soll.

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Der Sovd in Flintbek feiert 70-jähriges Bestehen, Vorsitzender Armin Arend ist seit 1973 Vorsitzender.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Die Arbeit im Sozialverband ist häufig eine, die eher im Stillen stattfindet. Monatlich werden Beratungsstunden im örtlichen Rathaus angeboten, viele Flintbeker und auch Auswärtige nutzen das kostenlose Angebot. „Wir bieten Hilfe in allen sozialen Angelegenheiten an. Das bedeutet auch, dass wir beim Ausfüllen von Anträgen und bei der Durchsetzung von Anträgen helfen“, erklärt Arend. Dabei kann es sich um Probleme in der Pflegeversicherung, im Bereich der Arbeitslosenversicherung oder auch um den Umgang mit Schwerbehinderungen handeln – alles, was in das Sozialrecht gehört, kann beim Sozialverband ge- und erklärt werden.

 Wie gut diese Arbeit funktioniert, kann Vorsitzender Arend mit Zahlen belegen: „Durch unsere Arbeit konnten 2015 Nachzahlungen in Höhe von 675296,47 Euro kreisweit erstritten werden. Dazu kommen 192425,71 Euro an laufenden, monatlichen Zahlungen“, legt er die Zahlen aus dem Kreisverband vor. Und das alles für einen Monatsbeitrag von 6 Euro? „Ja, mit 6 Euro ist man bei uns dabei. Wer Mitglied ist, muss sich im Falle von Anträgen um nichts mehr kümmern. Unsere Volljuristen machen die Arbeit und halten die Mitglieder auf dem Laufenden.“

 Am 14. Mai 1946 wurde der Verband gegründet. Damals gab es 36 Gründungsmitglieder. Ein halbes Jahr später seien es bereits 150 gewesen, weiß Armin Arend. Überwiegend hat es sich dabei um Kriegsversehrte, Kriegerwitwen und -waisen gehandelt. „Der erste Vorsitzende in unserem Ortsverband war Herbert Jürgensen. Fast 22 Jahre lang führte er den Verband.“ Das ist ein Rekord, den Arend selbst auch schon in der Tasche hat. Und ans Aufhören denkt er nicht, denn die Arbeit macht ihm viel Spaß.

 Doch er steht nicht allein für den Sozialverband. Sein Stellvertreter ist Jürgen Florinski, Schriftführerin ist Ursel Voigt, Schatzmeister Karl-Heinz Hesselbachk, Frauensprecherin ist Heidemarie Florinski und als Beisitzer agieren Antje Micheel, Ingrid Flamm, Rolf Bracker, Lothar Römer und Heinrich Schröder. „Wir sind ein gutes Team und arbeiten Hand in Hand. Wenn wir Feste vorbereiten, dann muss keiner mehr Anweisungen geben, denn jeder weiß, was zu tun ist“, lobt Arend die gute Zusammenarbeit.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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