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Unmittelbare Hilfe für Erdbebenopfer

Spendenaktion Flintbek Unmittelbare Hilfe für Erdbebenopfer

Angela Mendoza de Köhn aus Flintbek sammelt Spenden für Menschen in ihrer Heimat Ecuador. Das das heftige Erdbeben im April forderte über 650 Opfer. In der Bücherei steht ein Flohmarkttisch, von dem man sich für eine Spende etwas aussuchen darf. Es gibt auch ein Spendenkonto.

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Angela Mendoza de Köhn und ihre Kinder Mateo und Felipe sammeln für die Erdbebenhilfe in Ecuador – unter anderem mit einem Flohmarktstand in der Gemeindebücherei von Flintbek.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Es war ein schweres Erdbeben, das am 16. April diesen Jahres die Menschen in Ecuador überraschend und sehr heftig traf. Betroffen waren vor allem die Provinzen Esmeraldas und Manabi – die Heimat der inzwischen in Flintbek lebenden Angela Mendoza de Köhn. Daher sammelt die gebürtige Ecuadorianerin Spenden, um den Menschen in ihrer Heimat – und zwar auf direktem Weg – zu helfen. Unterstützung bekommt sie dabei nicht nur von ihrer Familie.

 Büchereileiterin Andrea Frahm hatte sofort ein offenes Ohr. „Wir haben überlegt, hier einen kleinen Flohmarkttisch aufzubauen. Gegen eine Spende für die Erdbebenopfer in Ecuador darf man sich dort beispielsweise ein Buch nehmen“, erklärt sie. Seit 15 Jahren lebt Angela Mendoza de Köhn in Flintbek. Sie ist mit dem Flintbeker Hajo Köhn verheiratet. Die Söhne Mateo und Felipe helfen bei der Sammelaktion, schließlich ist auch ihre eigene Familie unmittelbar betroffen.

 „Das Beben hat cirka 60 Sekunden gedauert. Viele meiner Verwandten konnten aus ihren Häusern fliehen und hofften, dass unser Haus stehen bleibt, da mein Vater es nicht nach draußen geschafft hatte. Danach mussten sie aus der tief liegenden Stadt flüchten, da es eine Tsunami-Warnung gab“, erinnert sich Mendoza de Köhn an die ersten Momente nach der Katastrophe. „Die nächsten Nächte haben alle in einer höher gelegenen Wohnung übernachtet, mehr als 600 Nachbeben gab es.“

 Ihre Familie hatte Glück, es gab keine Verletzten. Doch das ist nicht überall der Fall. Die Zahl der Opfer in Ecuador ist auf über 655 angestiegen. Viele Menschen werden in den betroffenen Zonen noch immer vermisst. Neben 12500 Verletzten wurden über 29000 Personen in Ecuador obdachlos. Zusammen mit Hilfskräften aus 27 Ländern konnten 113 Personen lebend aus den Trümmern befreit werden. Um über das Spendenprojekt zu informieren, liegen Infoflyer aus.

 „Das Geld geht auf direktem Weg meiner Schwester Cristina zu, die es umgehend an die Stellen verteilt, an denen es gebraucht wird.“ Das sei das Besondere, sagt auch Andrea Frahm: „Menschen spenden lieber, wenn sie wissen, wo genau die Hilfe hingeht.“

 Spendenkonto: Angela Mendoza de Köhn, Bordesholmer Sparkasse, BIC NOLADE21BOR, Iban DE39210512750155113012

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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