20 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Der Verkehr wird kritisch beäugt

Sperrung L 49 Bordesholm Der Verkehr wird kritisch beäugt

Im Zuge der Vollsperrung der Landesstraße 49 in Bordesholm entwickelt sich vor allem die Holstenstraße zum Nadelöhr. Deutlich mehr Verkehr registrieren auch die umliegenden Dörfer. Die in Negenharrie befürchteten Raser bleiben aber aus. Anwohner malen selbst Schilder mit Tempo-Limits.

Voriger Artikel
Anleger für die "Falckenstein" entsteht
Nächster Artikel
Vergleich im NOK-Streit angestrebt

In den Morgenstunden ist der Holstenstraße in Bordesholm Stop-and-Go-Verkehr angesagt.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Besonders in den Morgenstunden kriecht eine Autoschlange durch den Abschnitt zwischen Kieler Straße und Moorweg, dort prüft das Ordnungsamt jetzt ein Halteverbot. Deutlich mehr Verkehr registrieren auch die Dörfer entlang der Umleitungsstrecken, die in Negenharrie befürchteten Raser bleiben aber aus.

Grund dafür sind offenbar auch Selbsthilfeaktionen von Anwohnern: Mehrere handgemalte Schilder und Transparente mit Bitten um Tempo 30 an verschiedenen Stellen der Negenharrier Durchgangsstraße sollen die Autofahrer zum Langsamfahren animieren. Nach den ersten Beobachtungen von Bürgermeister Hans-Jürgen Leptien kommen die Aktionen an. Bremsend wirken zudem die beiden Tempomessgeräte in der Dorfstraße. „Viele fahren nicht zu schnell, genauer können wir es aber erst nach der Auswertung der Messdaten sagen“, sagt Leptien. Deutlich mehr Fahrzeuge als vor der L-49-Vollsperrung, die Ende vergangener Woche in Bordesholm erfolgte, rollen durch das Dorf. Kritisch beäugt der Gemeindechef weiterhin die Lastzüge, die sich einen Weg auf der schmalen Verbindungsstraße zwischen Groß Buchwald und Negenharrie suchen.

„Die 40-Tonner fahren unsere Banketten kaputt, und die Fahrer kümmert es nicht, dass dort nur Fahrzeuge bis zehn Tonnen fahren dürfen“, monierte Leptien. Die Amtsverwaltung prüft jetzt eine Einbahnstraßenregelung, um Straßenschäden zu vermeiden. Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen will außerdem in der Holstenstraße in Bordesholm ein Halteverbot anordnen. „In Höhe der Ärzte gegenüber der Apotheke wird gerne mal gehalten, bei dem aktuellen Verkehrsaufkommen geht das aber nicht mehr“, erklärt Ingwersen. Zwischen den Einmündungen Kieler Straße und Moorweg war am Dienstagmorgen Stop-and-Go angesagt, zeitweise war die Straße dicht. Verstopfte Schleichwege wie noch am vergangenen Freitag in Schmalstede gab es nach dem langen Wochenende aber nicht mehr.

„Die Autofahrer haben sich langsam an die Sperrungen gewöhnt“, konstatierte Polizeikommissar Michael Haß von der Bordesholmer Polizeistation. Unterdessen kommen die Sanierungsarbeiten auf der L 49 gut voran. Der bislang gesperrte Abschnitt zwischen der Kreuzung Leckerhölken/L 67 und Groß Buchwald ist bereits wieder befahrbar. Die 1,8 Kilometer lange Vollsperrung in Bordesholm könnte bereits Anfang übernächster Woche aufgehoben werden. „Wir konnten auch durch die gute Zusammenarbeit mit den Anwohnern Bauabschnitte zusammenlegen“, berichtete Bauleiter Arne Pahl vom ausführenden Unternehmen Strabag. Danach würden aber die schwierigen Sanierungsabschnitte kommen, führte Pahl weiter aus. Voraussichtlich bis Mitte Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3