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Legionellen in den Trinkwasserrohren

Sportheim Groß Vollstedt Legionellen in den Trinkwasserrohren

In den Trinkwasserrohren des Sportheims in Groß Vollstedt besteht seit eineinhalb Jahren ein Problem mit Legionellen. Mittlerweile überschreitet die Zahl der Bakterien so stark den Grenzwert, dass die Gemeinde reagieren muss. Im Bauausschuss wird am Mittwoch über Maßnahmen beraten.

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Wer beim Duschen mit Legionellen verseuchtes Wasser in die Atemwege bekommt, kann grippeähnliche Symptome bekommen.

Quelle: dpa

Groß Vollstedt. Betroffen sind vor allem die Duschen im Sportheim. Dadurch, dass diese nicht regelmäßig genutzt werden, stehe das Wasser zu lange ab  und begünstige die Bildung der Krankheitserreger, erklärt Bürgermeister Heinz Volkmann. Der Grenzwert für Legionellen liegt laut Trinkwasserverordnung bei 100 koloniebildenden Einheiten pro 100 Milliliter. In den Leitungen des Sportheims liegt der Wert zwischen 400 und 500 Einheiten.

Folgen können grippeähnliche Symptome, im schlimmsten Fall auch eine Lungenentzündung sein. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem schwächeren Immunsystem wie Senioren oder kleine Kinder.

Kreis hat Auflagen erteilt

„Bislang hat niemand, der im Sportheim geduscht hat, diese Symptome gehabt“, beruhigt Volkmann. Dennoch habe die Gemeinde sofort reagiert: „Wir erhitzen das Wasser regelmäßig auf 60 Grad, um die Legionellen abzutöten“, erklärt der Bürgermeister. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hatte Auflagen erteilt, die die Gemeinde erfüllen muss: „Dazu gehört, das mindestens alle drei Tage gespült wird und die Temperatur der Heizanlage erhöht wird“, sagt Uwe Radant, stellvertretender Sozialamtsleiter des Kreises. Die Leitungen wurden nun nachuntersucht. Die Ergebnisse stehen aber noch aus. Bis zur Sitzung könnten die aktuellen Werte aber vorliegen. 

Genutzt werden dürften die Duschen in Absprache mit dem Kreis-Gesundheitsamt weiter, die Nutzer des Sportheims seien aber über den Erreger im Trinkwasser informiert worden.

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