13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Neue Wasserleitungen gegen Legionellen

Sportheim Groß Vollstedt Neue Wasserleitungen gegen Legionellen

Das Sportheim in Groß Vollstedt soll neue Warm- und Kaltwasserleitungen bekommen. Dafür sprach sich der Bauausschuss der Gemeinde in seiner Sitzung am Mittwochabend aus. Auf diese Weise soll einem erneuten Legionellen-Befall in der dortigen Trinkwasseranlage vorgebeugt werden.

Voriger Artikel
Schwieriger Umzug nach fast 60 Jahren
Nächster Artikel
Tagelang kein Kreisverkehr am Eiderpark

Im Sportheim Groß Vollstedt sollen die Leitungen der Trinkwasseranlage erneuert werden.

Quelle: Gunda Meyer

Groß Vollstedt. Im März war eine viel zu hohe Zahl an Bakterien im Wasser der Duschen festgestellt worden. Der zulässige Grenzwert liegt bei 100 Erregern pro 100 Milliliter. Damals überschritten die Duschen diesen Wert um das Fünf- bis Sechsfache, eine sogar um das Zehnfache. Die Gemeinde musste reagieren und mindestens alle drei Tage die Rohre mit 60 Grad heißem Wasser durchspülen.

Legionellen-Problem könnte jederzeit wiederkommen

Im Mai habe das Gesundheitsamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde dann keine oder nur noch eine geringe Kontamination in den Proben gemessen, sodass die Duschen wieder uneingeschränkt nutzbar waren, sagt der Bauausschussvorsitzende Hans-Wilhelm Ehmsen. Die Spülungen wurden aber beibehalten. „Damit haben wir das Problem zwar mittlerweile in den Griff bekommen, aber der Befall kann jederzeit wieder auftreten“, so Ehmsen.

Schuld sind veraltete Leitungen

Der Grund für die Bakterien-Belastung sind die Rohrleitungen, die in den 80er-Jahren im Fußboden verlegt wurden. Dadurch ist keine Zirkulation des Wassers möglich. Weil die Duschen nicht regelmäßig genutzt würden, stehe das Wasser zu lange, kühle ab und begünstige die Bildung der Krankheitserreger, erklärt Bürgermeister Heinz Volkmann. Dieses Problem bestehe schon seit knapp zwei Jahren und könne auch in diesem Winter wieder entstehen.

Da einige Leitungen zudem undicht seien, regte der Bauausschuss mehrheitlich an, dass ein Ingenieurbüro die Leitungen überprüfen und die Kosten für die Neuinstallation ermitteln soll. Volkmann schätzt, dass die Gemeinde im kommenden Frühjahr bis zu 20000 Euro in die Hand nehmen müsse, um neue Leitungen verlegen zu lassen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3