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Stall zu Bethlehem aus Massivholz

St. Johannis Brügge Stall zu Bethlehem aus Massivholz

Der Künstler Marcus Meyer baut eine große Krippe direkt in der St. Johanniskirche in Brügge. Die erste Präsentation des Werks ist am Sonntag beim Adventsgottesdienst. 30000 Euro kostet das Projekt. Viele Sponsoren trugen ihren Teil dazu bei. Einige Holztiere suchen immer noch Paten.

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Marcus Meyer will junge wie ältere Kirchenbesucher ermuntern, die Krippenlandschaft zu begehen und die Figuren anzufassen.

Quelle: Sven Tietgen

Brügge. Aus der Not machen Künstler Marcus Meyer und die St. Johanniskirchengemeinde eine Tugend: Die neue Massivholz-Krippe entsteht wegen einer Handverletzung Meyers komplett in der Kirche erst am Heiligabend-Gottesdienst, die Tiere, Hirten und Könige „reisen“ Stück für Stück im Laufe der Adventsgottesdienste nach Brügge. Aber auch mit nur wenigen Figuren dürfte die Krippe bei der Einweihung im Gottesdienst am ersten Advent für beeindruckte Gesichter sorgen.

Schon die Dimensionen der Unterlage für den Stall von Bethlehem sind mächtig: Über sechseinhalb Quadratmeter erstreckt sich im Altarraum der mittelalterlichen Feldsteinkirche eine Fläche aus Eschenholz, die eine Felslandschaft darstellen soll. Darauf montiert ist eine weitere Ebene sowie der Stall, eine dritte Etage überdeckt das Taufbecken und wird später einen 80 Zentimeter großen, geflügelten Engel tragen. Von den geplanten 23 Figuren werden bislang nur Ochse, Esel, eine Kuh sowie zwei Schafe fertig gestaltet die Krippe umstehen. Einen Hirten in Rohfassung stellt Marcus Meyer dazu.

Mit der Motorsäge und der Woodcarver genannten Fräsmaschine formt der 50-jährige Künstler die Figuren und Objekte aus Massivholz. Eine Handverletzung in der Werkstatt in Kiel-Schlüsbek stoppte vor einigen Wochen die Arbeit an dem im Sommer begonnenen Projekt. Meyer, der viele Jahre bis 2007 in Groß Buchwald die Galerie Holz-Steine-Stahl betrieb, sieht vor allem die positiven Aspekte der Arbeitsunterbrechung: „So können die Leute immer wieder vorbeikommen, um den Zuwachs der Krippenlandschaft zu erleben.“ Zudem gebe es einen Krippentourismus: Landesweit gehört sie laut Kirchenvorstand Joachim Wodarg zu den größten Krippen.

Die Kirchengemeinde als Auftraggeber machte von Anfang an klar, dass der Krippenbau mit geschätzten Kosten von rund 30000 Euro mit Spenden finanziert werden sollte. Aufs falsche Pferd gesetzt wurde nicht: Die Idee, für die einzelnen Figuren und Tiere Paten zu suchen, kam sehr gut an. Für fast alle Objekte wurden Paten gefunden, rund 19000 Euro kamen bislang an Spenden zusammen. „Das ist super, wir sind alle hellauf begeistert“, erklärte Pastor Henry Koop. Marcus Meyer will zusätzlich Pferd, Dromedar und Elefant als Reittiere der Heiligen Drei Könige fertigen. Außerdem kann das Krippenensemble wegen der Nachfrage durch zusätzliche Tiere erweitert werden. Im Gespräch sind Lämmer und ein Hirtenhund.

Adventsgottesdienst: Sonntag, 27. November, 10.40 Uhr, St. Johanniskirche.

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