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300 Seiten Quellen zur Reformation

Rendsburg 300 Seiten Quellen zur Reformation

Der Historiker Johann Eike Benesch hat eine 300-seitige Dokumentation Jahrhundert der Reformation in Rendsburg zusammengestellt. Auftraggeberin war die evangelische Marienkirche, die das Werk Schulen anbieten will. Die Sammlung sei in Schleswig-Holstein einzigartig, sagte Pastor Rainer Karstens.

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Sieben Monate hat der Historiker Johann Eike Benesch gebraucht, um die Dokumentensammlung für die Reformation zusammenzustellen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Sieben Monate lang hat Benesch für die Sammlung recherchiert - im Rendsburger Stadtarchiv, im Kirchenarchiv in Büdelsdorf, bei der Nordkirche und in Kopenhagen. Es war eine Puzzlearbeit, auf die sich der studierte Historiker eingelassen hat. „Ich bin noch ganz erschlagen von den vielen Quellen“.

Das Buch ist kein Werk fürs schnelle Lesen. Benesch hat Originalquellen in niederdeutscher Handschrift oder dänisch kopiert und in die heutige Schrift übertragen. Er interpretiert die Quellen nicht und ordnete sie nicht ein. Das wäre dann die Sache von Forschern, sagte Rainer Karstens der Vorsitzende des Kichengemeinderats an Sankt Marien in Rendsburg am Donnerstag bei der Vorstellung. „Wir haben hier eine Sammlung des Materials, das auf viele Archive verstreut ist. Eine solche Dokumentation gibt es in Schleswig-Holstein nicht ein zweites Mal, jedenfalls nach unserem Wissen.“

Die Kirche will mit der Dokumentensammlung einen doppelten Beitrag leisten: Zum einen zum 500. Jahrestag der Reformation, die mit dem Wittenberger Thesenanschlag Luthers begann. Zum anderen zum 475. Jahrestag des Landtags in Rendsburg, der die neue Kirchenordnung für Schleswig und Holstein beschloss.

Finanziell unterstützt haben die Rendsburger Sparkassenstiftung, der Kirchenkreis sowie die Nordkirche das Werk.

Rolf Teucher, der Vorsitzende der Sparkassenstiftung, begründete das Engagement seiner Organisation so: „Die Geschichte der Reformation in den Herzogtümern Schleswig und Holstein ist nicht nur eine Kirchengeschichte sondern auch ein Stück der Geschichte der Stadt Rendsburg. Wir freuen uns, dass wir helfen konnten.“ Propst Matthias Krüger vom Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde sprach von einer Grundlagenarbeit. Benesch habe den Boden freigelegt, „auf dem wir uns heute befinden“. Pastorin Karin Emersleben, die Reformationsbeauftragte des Sprengels Schleswig und Holstein versicherte: „Wir haben das wahnsinnig gerne gefördert.“

100 Exemplare hat die Kirche drucken lassen. Schulen bekommen das Werk umsonst, Privatleuten verkauft St. Marien da Werk für 19,80 Euro.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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