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Technischer Schatz im Turm entdeckt

St. Martin-Kirche Nortorf Technischer Schatz im Turm entdeckt

Die Sanierungen an der Kirche St. Martin in Nortorf sind für dieses Jahr abgeschlossen. Der Turm, der sich über die Jahrhunderte verdreht hatte, wurde stabilisiert und auch in Sachen Arbeitssicherheit hat sich einiges getan. Bei den Arbeiten wurde ein historisches Uhrwerk wiederentdeckt.

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Architekt Gerd Kröger schaut sich das alte Uhrenwerk an, das nun wieder in Gang gebracht und den Besuchern vor Ort praktisch erklärt werden soll.

Quelle: Gunda Meyer

Nortorf. „Wir haben bei der Sanierung das alte Uhrenwerk wieder entdeckt, das wir nun in Gang bringen wollen“, sagt Architekt Gerd Kröger, der im Bauausschuss des Kirchengemeinderats sitzt. Überall im Turm habe man Teile des Uhrenwerks gefunden, die nun wieder zusammengebaut und gangbar gemacht werden sollen. Anhand einer innen aufgehängten Uhr kann dann künftig gezeigt werden, wie das historische Gerät funktioniert.

Aufstieg zum Turm nun erleichtert

Dass Besuchergruppen überhaupt ein bisschen Praxis aus vergangenen Tagen direkt im Dach der Kirche gezeigt werden kann, wurde durch die Bauarbeiten möglich: Der Turm wurde mit dicken Balken aus Nadelholz stabilisiert und feste Geländer eingebaut, um den Aufstieg zu erleichtern. Auch Beleuchtung wurde bis in die oberen Etagen gelegt und einige Treppenstufen ausgebessert, durch die sich der Holzwurm gefressen hatte. „Rund 40000 Euro haben wir für die Sanierung und die arbeitstechnische Sicherung in die Hand genommen“, sagt Hanns Lothar Kaempfe, Vorsitzender des Kirchengemeinderats.

Zwei weitere Maßnahmen hat die Kirche aber schon wieder in Planung. „Der Motor der Lukas-Glocke ist kaputt“, sagt Pastor Christoph Tretow. Läuten kann die Kirche mit den anderen Glocken, „einem Laien fällt das nicht auf, aber wir müssen das verschlissene Gerät erneuern.“ Rund 2000 Euro kosten diesen Arbeiten.

Neueindeckung des Dachs nicht vor Mitte 2018

Weitaus teurer wird die Neueindeckung des Dachs. Rund 50 Risse sind durch die natürliche Bewegung des 56 Meter hohen Turms entstanden, der im Wind bis zu 60 Zentimeter hin und her schwingen kann. Konkrete Kosten konnte Kaempfe noch nicht nennen. Man müsse das Vorhaben mit dem Denkmalschutz und dem Kirchenkreis abstimmen. Zudem hoffen die Nortorfer auf Fördermittel. „Wir rechnen nicht damit, dass wir vor der zweiten Hälfte des kommenden Jahres mit dieser Sanierung beginnen können.“

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