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Einstieg ins Glasfaser-Internet klappt

Stadtwerke Rendsburg Einstieg ins Glasfaser-Internet klappt

Die erste Etappe ist geschafft: In Hohe Luft und Seemühlen-Nord haben die Stadtwerke Rendsburg 3200 Meter Glasfaser-Trasse für schnelles Internet verlegt. Rund 200 Verträge seien mit Kunden geschlossen worden. Das klingt wenig, liege aber über den Erwartungen.

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Stadtwerkechef Helge Spehr (links) lässt sich von Mitat Karahan die Kabel zeigen, durch die die Lichtsignale fürs Glasfaser-Internet zu den Kunden rast.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Über einen Zeitraum von zehn Jahren wollen die Stadtwerke das Glasfasernetz flächendeckend in Rendsburg und Büdelsdorf ausbauen. Das Unternehmen rechnet eigenen Angaben zufolge mit Kosten von bis zu 40 Millionen Euro. Dem Plan müsse der Rendsburger Senat noch zustimmen, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Helge Spehr. Und da sind Kontroversen programmiert. Denn statt - wie zuletzt - Jahr für Jahr rund eine Million Euro von seinen Gewinnen an die Stadtkasse abzuführen, brauche das Unternehmen das Geld selbst zur Stärkung der Eigenkapitaldecke und damit zur Finanzierung des Glasfasernetz-Ausbaus.

Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) hat bereits erklärt, die Stadt wolle und könne auf das Geld der Stadtwerke nicht verzichten. Der Finanzausschussvorsitzende Klaus Brunkert (CDU) hat gefordert, die Stadt müsse deutlich weniger Geld von den Stadtwerken kassieren, „damit das Unternehmen Zukunftsinvestitionen tätigen kann“.

Erstmals sind die Stadtwerke Rendsburg in diesem Jahr im Sommer in den Ausbau des Glasfasernetzes für Privatkunden eingestiegen. Zwei Wohngebiete nahm sich das Unternehmen vor: Seemühlen-Nord und Hohe Luft.

In Hohe Luft sei eine 2000 Meter lange Trasse von insgesamt geplanten 7700 Metern verlegt worden, sagen Stadtwerke-Geschäftsführer Helge Spehr und Mitat Karahan, der Leiter der Breitbanddienste bei dem Unternehmen. In Seemühlen-Nord seien 1200 von 5400 Metern geschafft.

Nach der Winterpause gehe der Ausbau in den beiden Quartiere weiter, spätestens Anfang 2018 solle er abgeschlossen sein. Ziel sei, bis Ende nächsten Jahres in Seemühlen-Nord und Hohe Luft 800 Glasfaserkunden zu haben, die dann an schnelles Internet angeschlossen sind. Übers Glasfaser kämen dann die Signale für Rechner, Fernsehen und Telefon ins Haus.

Noch kosten die Hausanschlüsse nichts

Solange die Stadtwerke die Bürgersteige aufgraben, wollen sie mit kostenfreien Hausanschlüssen werben. Spehr: „Wenn wir in der Straße sind, gehen wir kostenfrei in jedes Haus.“ Später voraussichtlich nicht mehr. Die realen Kosten für einen Hausanschluss betrügen rund 1300 Euro, sagt der Geschäftsführer. In den kommenden Monaten sei eine neue Werbekampagne geplant, unter anderem mit Wurfsendungen in der Parksiedlung, auf dem Hochfeld, rund um den Grünen Kranz sowie Teilen Büdelsdorfs.

Rendsburg ist ein umkämpfter Markt. Neben den Stadtwerken tummeln sich dort unter anderem die Telekom und Vodafone mit Breitband-Angeboten.

Stadtwerke-Chef Helge Spehr lässt das kalt: „Am langen Ende werden sie alle bei uns landen, weil sie das Glasfasernetz brauchen.“

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