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Glasfaser-Internet für alle

Stadtwerke Rendsburg Glasfaser-Internet für alle

Die Stadtwerke Rendsburg wollen ihr Glasfasernetz für schnelles Internet massiv ausbauen. Im Spätsommer soll das Projekt im Stadtteil Hohe Luft starten. Die Telekom hat schon vor zwei Jahre ihr Internet beschleunigt – allerdings nutzt sie auf der letzten Meile langsamere Telefonkabel aus Kupfer.

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Die Stadtwerke Rendsburg bauen ihr Glasfasernetz für schnelles Internet aus.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Die Stadtwerke wollen Glasfasern bis zu den Kunden legen. Geschäftsführer Helge Spehr sagt: „Wir sind der Meinung, dass die Glasfaserversorgung Grundversorgung ist, das heißt für Telefon, Internet und Fernsehen.“ Diese Dienste will das Unternehmen auf breiter Linie anbieten. Auch wenn die Telekom schneller nachgerüstet hat, gibt sich Spehr optimistisch: „Mit Glasfaser werden wir am Ende alle Haushalte bekommen.“ Er spielt darauf an, dass die Telekom Glasfasern nur bis zu den Verteilerkästen gelegt hat und von da aus Kabel aus Kupfer nutzt. Glasfasern können mehr Impulse schneller transportieren als Kupferkabel.

Die Stadtwerke wollen ein vorhandenes, 60 Kilometer langes Glasfasernetz verlängern, an dem in Rendsburg und Büdelsdorf rund 120 Kunden hängen. Zuerst wolle das Unternehmen Hohe Luft mit 1100 Haushalten verkabeln, dann Seemühlen-Nord mit 430 Haushalten, später den Rest Rendsburgs und Büdelsdorf, sagt Mitat Karahan von den Stadtwerken.

Noch ist die Resonanz gering. In Hohe Luft sei jeder zehnte Haushalt interessiert, in Seemühlen-Nord betrage die Quote acht Prozent. Dass er langen Atem braucht, weiß Spehr. Zehn Jahre würde es wohl dauern bis „90 bis 95 Prozent“ der Haushalte angeschlossen seien. Er erwarte Gesamtkosten von 30 bis 35 Millionen. Euro.

Wie viele Haushalte die Telekom ans schnelle Internet schon angeschlossen hat, sagt deren Sprecherin Stefanie Halle nicht. Zufall oder nicht: Kurz nachdem die Stadtwerke in Seemühlen-Nord Faltblätter verteilt hatten, gingen Telekom-Werber von Tür zu Tür. „Wir haben Wettbewerb“, sagt Stefanie Halle.

Beim schnellen Internet ist der Raum Rendsburg ein umkämpfter Markt. Vor zwei Jahren hat die Telekom im Festnetzbereich 04331 rund 35000 Haushalten Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit angeboten. Inzwischen verspricht sie bis 100 Mbit. Im Umland hat der Breitbandverband Jevenstedt den Aufbau eines Glasfasernetzes begonnen und bietet 100 Mbit an. Vodafone hat Rendsburg bis zu 200 Mbit versprochen – mit Kabeln der Tochter Kabel Deutschland.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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