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Steigern Windräder den Nitratgehalt des Trinkwasser?

Bredenbek Steigern Windräder den Nitratgehalt des Trinkwasser?

Werden die Vorgaben des Bürgerentscheids zur Windkraft in Bredenbek Bestand haben? Danach sollen die sieben Anlagen nur 120 Meter hoch sein und 650 Meter Abstand zu Wohnhäusern halten. Dagegen könnten wirtschaftliche Interessen stehen. Der Bauausschuss beschäftigte sich mit den eingegangen Einwänden.

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Eines der sieben Bredenbeker Windräder soll auf dem Hügel im Hintergrund errichtet werden. Rainer Böttcher (links) und Arno Jöhnk zeigen auf der Karte die Größe des erweiterten Plangebietes.

Quelle: Torsten Müller

Bredenbek. Die wichtigste Stellungnahme lag dem Fachgremium am Mittwochabend allerdings noch gar nicht vor. Die Landesplanung muss sagen, ob die derzeitigen Inhalte des Bebauungsplanes 13 („Windenergieparkfläche Bredenbek-Kronsburg“) mit den Zielen der Raumordnung vereinbar sind. Bekanntlich hatte das Oberverwaltungsgericht die Teilfortschreibung der Regionalpläne für unwirksam erklärt. Neue Anlagen sind nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Bauamtsleiter Christian Jöhnk rechnet nicht damit, dass die Stellungnahme fristgerecht bis zum 15. März eingeht.

 Auch ohne die Antwort der Planungsbehörde hatte der Ausschuss genug zu tun. Insgesamt waren im Rahmen der öffentlichen Beteiligung sechs private und 15 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Nachbargemeinden eingegangen. Falco Richter von der Planungsgruppe Plewa präsentierte die Abwägungsvorschläge zu den Einwänden. Der Ausschuss nahm sie zustimmend zur Kenntnis, soweit sie bereits geklärt waren.

 Nach Ansicht der Gemeinde könnte durch die Vorgaben des Bürgerentscheids eine „faktische Verhinderungsplanung“ vorliegen, weil das Projekt unter den jetzigen Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sein könnte. Ob diese den Zielen der Raumordnung widersprächen, muss aber noch geklärt werden.

 In den Einwänden wurde auch auf den Trinkwasserschutz hingewiesen. Bei der Tiefenbohrung für Fundamente könnten jeweils Trennschichten durchstoßen werden, was die Nitratbelastung verstärken könnte. Anwohner Rainer Böttcher und Arno Jöhnk fordern Flachfundamente und die Anlage von Ausgleichsflächen am Fuß der Anlagen, um Nitrat-Einträge zu verhindern. Zudem drängen sie auf Vorkehrungen für Ölunfälle in den Kanzeln der Windräder. Aufgrund von Behördeneinwänden muss der Umweltbericht für Uhu, Rotmilan und Amphibien aktualisiert und ergänzt werden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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