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Kreisbahn wird aufs Gleis gestellt

Eckernförde Kreisbahn wird aufs Gleis gestellt

Vor 57 Jahren wurde die Strecke stillgelegt. Nun soll die Gleisverbindung zwischen Eckernförde und Kappeln wieder hergestellt werden. Allerdings nur im Maßstab von 1:87. Der Treff Eckernförder Eisenbahnfreunde (TEE) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die 14 Bahnhöfe auf der einstigen Kreisbahntrasse nachzubauen.

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Das erste Modell des Eckernförder Kreisbahnhofs ist fertig. Da aber einige Details nicht exakt richtig sind, will Rainer Springer ein weiteres bauen.

Quelle: Rutzen

Eckernförde. An die Zeiten, in denen die Loks unter mächtigem Dampf, aber gemächlichem Tempo auf der Strecke verkehrten, können sich nur noch ältere Bürger erinnern. „1889 wurde der Betrieb aufgenommen. 1958 war Schluss“, weiß Vorstandsmitglied Rainer Springer. Aus der „Bibel“ des Vereins, dem von Heinz-Herbert Schöning verfassten Buch Die Eckernförder Kreisbahnen, geht hervor, dass die Züge jahrzehntelang sogar zwischen Owschlag und Kappeln verkehrten. An 26 Haltepunkten konnten Passagiere zusteigen.

 Weil es einfach zu aufwändig war, alle Stationen nachzubauen, konzentrieren sich die TEE-Bastler „nur“ auf den Abschnitt zwischen Eckernförde und Kappeln. Allein dieser Teil umfasst 14 Bahnhöfe, Haltestellen oder sogenannte Agenturen. An denen hielt der Zug nur, wenn Passagiere an der Strecke standen.

 Ausgangspunkt des aus 50 Modulen bestehenden Gesamtmodells ist der Eckernförder Kreisbahnhof. Rainer Springer hat ihn schon fertig gebaut. Zufrieden ist er damit allerdings nicht. „Einige Details wie zum Beispiel die Fenster sind so nicht ganz richtig“, hat er zwischenzeitlich erfahren. Deshalb will er ein neues Modell bauen. Dass alles so realistisch wie möglich aussieht, ist nicht nur ihm, sondern auch den anderen 17 Mitgliedern sehr wichtig.

 Alte Fotos, Zeichnungen und die Informationen von Zeitzeugen dienen als Grundlage der Planungen und des Baus. Die einzelnen Module mit einer Größe von einem Meter mal 60 Zentimetern können, wenn sie mit Gleisen, Gebäuden, Bäumen, Grün und der ein oder anderen Besonderheit ausgestattet sind, aneinandergefügt werden. Dabei muss ein wenig getrickst werden. „Würden wir alle Module direkt hintereinander setzen, würde nicht mal die Länge einer Sporthalle reichen“, sagt Klaus Hinrichsmeyer, der im Verein für die Finanzen zuständig ist. Deshalb wird das Modell am Ende in Schlangenlinien angeordnet. Für Ausstellungen besteht aber auch die Möglichkeit, einzelne Module zusammenzufügen.

 Doch von der Fertigstellung ist der TEE noch mehrere 1000 Euro entfernt. Zwar verfügt der Verein über einige treue Sponsoren, doch reichen diese bei weitem nicht aus, um die kalkulierte Summe von insgesamt 15000 Euro sicherzustellen.

 Da nur drei der 18 erwachsenen Mitglieder und einige der fünf Jugendlichen sich darauf spezialisiert haben, die Bahnhöfe und andere Häuser so authentisch wie möglich nachzubilden, wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis das Gesamtprojekt fertig ist. Andere gestalten auf einfachen Holzplatten mit dem entsprechenden Material blühende Landschaften. Und dann gibt es noch die „Spieler“. So nennen sich die, die am Ende, wenn alles fertig ist, die nostalgischen Züge in Betrieb setzen.

 Näheres zum Verein unter www.tee-verein.de

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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