3 ° / 0 ° bedeckt

Navigation:
Bunter Basar und arabische Schrift

Grundschule Nortorf Bunter Basar und arabische Schrift

Es duftet nach Gewürzen und Tee. Ein paar Meter weiter funkelt orientalischer Schmuck neben bunten Kleidern, die von Hand genäht wurden. An der Grundschule Nortorf wurde der zweite Tag der Kulturen organisiert, bei dem die Schüler das Leben kennenlernen, das die Flüchtlingskinder in der Heimat zurücklassen mussten.

Voriger Artikel
Pkw-Aufbrecher in Nortorf festgenommen
Nächster Artikel
Hochmodern und für alles gewappnet

Schöner Schmuck aus fernen Ländern, finden Lynn (10, von links), Greta (9) und Lina (9).

Quelle: Gunda Meyer

Nortorf. Lynn (10), Greta (9) und Lina (9) gehen auf den orientalischen Basar in der Schulaula und bleiben gleich am Schmuck hängen, den die aus dem Irak stammende Lehrerin Shawnm Faraj aus ihrer Heimat mitgebracht hat. „Voll schön“, sind sich die Mädchen einig. Greta war mit ihren Eltern schon einmal auf einem echten Basar. „Da gab es auch ganz viel Essen“, erinnert sie sich. Lynns Familie hat eine arabische Paten-Familie. „Von denen habe ich schon arabische Schriftzeichen gelernt. Es ist erstaunlich, wie viele Worte sie benutzen, um ein einfaches „Hallo“ zu sagen“, erzählt die Zehnjährige.

 „Vier Stationen mit dem Schwerpunkt Sprache und Schrift haben wir dieses Mal insgesamt auf die Beine gestellt“, sagt Schulleiterin Claudia von der Heyde. Eltern von Flüchtlingskindern, die die Schule besuchen, unterstützen die Lehrer. Eine syrische Mutter liest mit einer Lehrerin das Märchen Prinz Achmed und Fee Banu auf arabisch und deutsch vor, damit die Kinder ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die für ihre Ohren fremde Sprache anhört.

 Einen Raum weiter basteln die Kinder an einem orientalischen Tempel, mit Fassadenschmuck und bauchigen Kuppeldächern.

 Mahammad Issawi und seine Frau Alaa Almasri bringen den Viertklässlern an der dritten Station arabische Schriftzeichen zu Grundbegriffen wie Mutter, Vater oder Palast bei. „Wenn man die Zeichen drauf hat, geht es“, urteilt Max (9) nach den ersten Schreibübungen. Auch Mats fuchst sich schnell in die Schreibweisen ein. „Aber das sind nur ganz wenige Worte. Es muss ganz schön schwierig sein, die ganze Sprache zu lernen“, sagt der Zehnjährige. Er habe großen Respekt vor den Flüchtlingskindern, die umgekehrt die deutsche Sprache lernen müssen. Und genau darum geht es: „Die Kinder sollen Verständnis füreinander entwickeln“, erklärt von der Heyde.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3