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Ein Fenster ist in Sekunden offen

Sicherheitstag in Bredenbek Ein Fenster ist in Sekunden offen

Die Zahl von Wohnungseinbrüchen machen den Bredenbekern Sorge. 44 Einbrüche 2014, 60 im Jahr 2015 und im Januar diesen Jahres sieben, so sieht die Bilanz für den Amtsbereich Achterwehr aus. Bürgermeister Bartelt Brouer hatte deshalb am Sonnabend in der ehemaligen Bank einen Tag der Sicherheit organisiert.

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Der Einbruch vor 14 Jahren belastet Inge (77) und Hans Eggers (75) noch immer. In Bredenbek informierten sie sich, wie sie ihr Haus noch besser absichern können.

Quelle: Sven Janssen

Bredenbek. „Im Februar war es ruhig“, sagte Hauptkommissar Steffen Hering aus Achterwehr. Dass in Bredenbek Sicherheitsfirmen, der Weiße Ring als Opferhilfe und die Polizei gemeinsam informieren, sei gut. „Man kann Informationen auch im Internet bekommen, doch dort ist nicht jedes Angebot seriös“, meinte er. „Die Einbrecher werden immer vielseitiger, entwickeln immer wieder neue Methoden“, warnte Kommissar Jörg Fischer von der Präventionsstelle Neumünster. Die Beamten dort machen auch Hausbesuche, um Vorort über Sicherungsmöglichkeiten zu beraten. Termine kann man unter 04321/9450 vereinbaren.

 Wenn bei einem Zuhause eingebrochen ist, dann bleibt immer ein ungutes Gefühl, erzählte Inge Eggers (77). „14 Jahre ist der Einbruch her, und noch immer schaue ich, wenn ich nach Hause komme, als erstes ins Wohnzimmer, ob alles okay ist.“ Die Sorge bleibe, auch wenn sie das Haus gleich nach dem Einbruch abgesichert hätten. „In unserem Betrieb ist viel öfter eingebrochen worden. Das beschäftigt einen aber weniger, als wenn es im eigenen Haus ist“, sagte ihr Mann Hans (75). Regelmäßig würden sie sich über neue Möglichkeiten informieren, ihr Heim sicherer zu machen.

 „Wer Opfer eines Einbruchs wird, der sollte sich helfen lassen und die Last nicht mit sich herumzuschleppen“, erklärte Uwe Rath vom Weißen Ring. „Es gibt viele Angebote für die Opfer. Wir helfen bei der Suche und beraten.“ Unter der bundesweiten Telefonnummer 116006 ist der Weiße Ring kostenlos zu erreichen.

 Wie einfach es ist, ein gekipptes Fenster zu öffnen, zeigte Finn Fust vom Schlüsseldienst. Ein kleines Stück Plastikrohr, an dem zwei Bänder befestigt sind, genügt. Einmal über den Griff stecken, am Band ziehen und in wenigen Sekunden ist das Fenster spurlos geöffnet. Erschreckend für viele Zuschauer. Riegel und Schlösser können vor einem solchen Aufbruch schützen.

 Auch eine Alarmanlage hilft. Rund 2000 Euro koste eine komplette Installation an Türen und Fenstern, rechnete Geschäftsführer von Thitronik aus Kiel vor. Eine solche Anlage mache im Alarmfall nicht nur Krach, sondern informiere den Eigentümer auch per SMS, sodass dieser die Polizei rufen könne.

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