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Tagesmütter fürchten Konkurrenz

Rumohr Tagesmütter fürchten Konkurrenz

Ein Gespräch zwischen Bürgermeister Thomas Langmaack und Sabine Scholz-Richter vom Jugendamt des Kreises über die Einrichtung einer Familiengruppe im Gemeindekindergarten Rumohr hatte Folgen: Die Tagesmütter fürchten bei der Betreuung von unter dreijährigen Kindern Konkurrenz durch die Gemeinde.

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Die Tagesmütter Martina Lüders (rechts) und Jennifer Beth erinnerten in der Ausschusssitzung an die Vereinbarung mit der Gemeinde: Sie betreuen die unter dreijährigen Kinder.

Quelle: Beate König

Rumohr. „Wir wurden 2013 ins Boot geholt, als der Gemeinde Betreuungsplätze für unter Dreijährige fehlten“, sagte Tagesmutter Martina Lüders vor 30 Zuhörern, zu denen viele Eltern zählten, die ihre Kinder im Nest der kleinen Füße betreuen lassen. Die Vereinbarung damals: Die Tagesmütter zahlen die Kaltmiete der Räume in Rumohr, die Gemeinde trägt daneben die Nebenkosten und die Kosten für eine 450-Euro-Krankheitsvertretung. Wenn die Gemeinde über die Familiengruppe eine eigene Betreuung für unter Dreijährige schafft, fürchtet das Tagesmütter-Team um seine Existenz. „Wir haben die Gemeinde 2015 einen Zuschuss von 10200 Euro gekostet“, legte Martina Lüders die Zahlen offen.

 Momentan werden fünf Kinder aus Rumohr und drei Externe betreut. Daraus ergibt sich ein Problem, das Tim Rehder (KWG) als zukünftiges Ausschussthema benannte: „Wir zahlen 100 Prozent der Kosten, aber nur 62 Prozent der Kinder sind aus Rumohr.“

 Bürgermeister Langmaack erklärte: An den Tagesmüttern vorbei soll nicht geplant werden. „Sie sind mit im Planungsgremium.“ Sabine Scholz-Richter sei wegen einer aktuellen Betreuungsfrage im Kindergarten gewesen. Er habe die Chance zum direkten Austausch genutzt. „Das Jugendamt ist nur einmal im Jahr in der Gemeinde.“

 Die Nachfrage werde sich erhöhen. Allein 2014 seien elf Kinder in der Gemeinde geboren worden. Junge Familien seien ins Dorf gezogen, dazu kämen noch Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Rumohr müsse laut Gesetz Betreuungsplätze vorhalten, erinnerte Langmaack. „Ich trage Fakten zusammen und frage Daten ab, damit wir eine Planungsgrundlage haben.“ Der Prozess werde ein bis zwei Jahre dauern. Langmaack ist daran gelegen, „den Weg zu finden, der für alle am besten ist“.

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