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Operation per Reißverschluss

Kindergarten Mühbrook Operation per Reißverschluss

Die Angst vor Arzt und Krankenhaus dürfte bei den Jungen und Mädchen im Kindergarten Mühbrook jetzt gegen Null tendieren. Dafür sorgten angehende Mediziner von der Universität Kiel mit ihrem Teddybär-Krankenhaus. Bei ihrem Besuch untersuchten und behandelten sie die mitgebrachten Plüschtier-Patienten.

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Gerrit Hugendieck lädt die Kinder ein, den Magen und andere aus Filz nachgebildete Organe im Teddybauch anzufassen.

Quelle: Sven Tietgen

Mühbrook. Mit Stühlen wurde der Flur in der Kita zum Wartezimmer umfunktioniert, die im weißen oder mintgrünen Kittel steckenden Studenten baten die Steppkes in den Behandlungsraum – und stellten sich dort gut gelaunt als Obär-Ärzte vor. Das Angebot, für die anstehende Operation von Teddy-Patient Paul Mundschutz und Haube aufzusetzen, nahmen die Steppkes eher zögerlich an. Beim Setzen der Betäubungsspritze griffen aber alle Nachwuchsassistenten sofort zu. „Bei uns im Stall kriegen die Kühe auch Spritzen“, krähte ein Junge vergnügt. Das Innenleben des sogenannten anatomischen Teddys beanspruchte dann ihre volle Aufmerksamkeit: Aus dem per Reißverschluss geöffneten Bauch quollen Herz, Lunge und ein Magen hervor.

 Die aus einem weichen Filz gefertigten Organe wurden ausgiebig betastet. „Guckt mal, das Herz schlägt noch, bumm-bumm, bumm-bumm“, tönte Obär-Arzt Gerrit Hugendieck. Untersucht wurden außerdem die mitgebrachten Kuscheltiere, dabei übernahmen die Kinder die Rolle der Eltern der kleinen Patienten. Eine bunte Kiste mit Sichtfenster fungierte als Röntgenapparat, mit echten Aufnahmen von durchleuchteten Teddybären untermauerten die Obär-Ärzte ihre Diagnosen.

 „Bei meinem Teddy muss ganz viel verbunden werden“, sagte Fabian mit ernster Stimme. Meist überwogen bei der zweistündigen Aktion mit der vor fünf Jahren gegründeten Einrichtung der Kieler Uni aber lachende oder staunende Gesichter.

 Ganz unbekannt ist den Kindern der Gesundheitssektor nicht: Gruppenweise besuchten sie bereits einen Zahnarzt sowie einen Kinderarzt. „Mit diesen Aktionen wollen wir den Kindern die Angst vor dem Krankenhaus und vor dem Arzt nehmen“, erklärte Leiterin Katja Stiebler.

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