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Streit über Umzug ins Kesselhaus

Teldec-Museum Nortorf Streit über Umzug ins Kesselhaus

Mit einer haarscharfen Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen sprach sich der Bauausschuss der Stadt Nortorf am Montagabend zwar dafür aus, den Umzug des Teldec-Museums ins ehemalige Kesselhaus voranzutreiben. Doch die Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung könnte dem Vorhaben das Genick brechen.

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Das Kesselhaus in Nortorf wird bereits seit drei Jahren als Museumsdepot genutzt.

Quelle: Gunda Meyer

Nortorf. Die beiden CDU-Stadtverordneten Lutz Bertram (Vorsitzender des Museumsfördervereins) und Rüdiger Treichel (planender Architekt des Vorhabens) dürfen wegen Befangenheit nicht an der Abstimmung am kommenden Dienstag teilnehmen. In die Fachausschüsse können sie Vertreter schicken, das geht bei der Stadtverordnetenversammlung jedoch nicht. Damit verschieben sich in dem entscheidenden Gremium die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Fraktionen von SPD und Grünen, die dann mit einer Stimme die Mehrheit hätten. Und die Oppositionsparteien lehnen den Umzug nach derzeitigem Planungsstand ab.

SPD kritisiert Kostenkalkulation

„Wir sind nicht daran interessiert, das Museum platt zu machen, aber das ist nicht bezahlbar“, machte Willi Gronewald (SPD) klar. Er lehne die derzeitige Planung ab, weil die veranschlagte Finanzierungssumme von 348000 Euro „sicher nicht ausreichen wird“. Torben Ackermann (CDU) hielt den Betrag hingegen mit Blick auf Fördermöglichkeiten von bis zu 100000 Euro für einen „vertretbaren Preis“.

Grüne hinterfragten Architekten-Auftrag

Michael Landek (Grüne) kritisierte den vorgelegten Architekten-Plan für „unausgegoren“ und hinterfragte, warum Architekt Treichel ohne Absegnen der politischen Gremien von Bürgermeister Horst Krebs (CDU) für eine erste Planung beauftragt wurde. „Ich habe das Angebot von drei Architekten eingeholt und Treichel war der günstigste“, erklärte Krebs. Zudem seien im Haushalt bereits 20000 Euro von der Stadtverordnetenversammlung für genau diese Planung bereit gestellt worden.

SPD und Grüne schlugen vor, die Probleme noch einmal im Arbeitskreis Museum aufzugreifen und die Pläne des Architekten um weitere Kostenfaktoren zu ergänzen. Diesen Vorschlag lehnten wiederum CDU und FDP ab.

Das Thema wird jeweils um 19.30 Uhr noch einmal im Sozialausschuss am Mittwoch und im Finanzausschuss am Donnerstag beraten, bevor die Stadtverordnetenversammlung am Dienstag in einer Woche eine Entscheidung fällen wird.

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