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Telekom-Gebäude für Flüchtlinge?

Kronshagen Telekom-Gebäude für Flüchtlinge?

„Es bleibt bei der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Kronshagen.“ Mit einer gemeinsamen Erklärung reagieren die vier politischen Fraktionen auf die Nachricht dieser Zeitung, wonach im Rathaus intern über eine Kooperation mit der Stadt Kiel zur Nutzung des Telekom-Gebäudes nachgedacht wird. Die Fraktionen begrüßen den Vorstoß von Bürgermeister Uwe Meister trotzdem als „vorausschauend“.

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Die Gemeinde Kronshagen sondiert, ob im leer stehenden Telekom-Gebäude Flüchtlinge untergebracht werden können. Die Stadt Kiel ist an einer Kooperation interessiert.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. „Angesichts von tendenziell steigenden Zuweisungen müssen wir darauf vorbereitet sein, auch weitere Objekte auf deren mögliche Verwendbarkeit zu prüfen“, betonen die Fraktionsvertreter Thomas Kahle (CDU), Marja-Leena Tuominen-Flath (SPD), Iris Blumtritt (UKW) und Gudrun Rempe (Grüne). Wie berichtet, steht das große Gebäude Am Posthorn 3 seit dem Umzug der Telekom-Mitarbeiter an die Kieler Hörn leer. Mit der Nutzung dieser Raumkapazitäten würde die Unterbringung von Asylsuchenden in Kronshagen jedoch eine neue Dimension erreichen. Bisher setzt die Gemeinde auf Wohnungen und kleinere Unterkünfte für jeweils bis zu 20 Menschen. Die Standorte sind über den Ort verteilt.

 „Die Aufnahmekapazitäten werden Ende des Jahres erschöpft sein, und es können jederzeit vom Kreis Rendsburg-Eckernförde kurzfristig Zuweisungen zur Unterbringung erfolgen“, heißt es in der Erklärung. Im vergangenen Monat hob die Behörde die Aufnahmequote für dieses Jahr von 45 auf 86 an.

 Nach Informationen dieser Zeitung hat Uwe Meister in der vergangenen Woche bereits mit dem Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) gesprochen; gemeinsam wurden weitere Sondierungen vereinbart. Die Immobilie liegt an der Grenze beider Kommunen. Auch eine kombinierte Nutzung durch Flüchtlinge und Studenten wäre denkbar. Über einen millionenschweren Ankauf oder die Anmietung herrscht derzeit noch keine Klarheit. Die Fraktionen betonen aber, dass die „finanzielle Belastbarkeit der Gemeinde nicht außer Acht gelassen werden dürfe.

 Trotz der großen Raumkapazitäten hält die Politik aber „weiterhin grundsätzlich alle derzeit diskutierten dezentralen Standorte für erforderlich“. Dies gelte auch für die beiden Elac-Häuser an der Kieler Straße. Solange deren Nutzung für die Unterbringung notwendig sei, werde „es keinen Abriss für die Umsetzung der Ortskernentwicklung geben“.

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