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Tennisball im Futter

Landwirt schlägt Alarm Tennisball im Futter

Das verdaut auch der beste Kuhmagen nicht. Ein Blick in seine Grassilage ließ Landwirt Gerhard Jordan aus Barkelsby in den vergangenen Wochen erschrecken. Im Rinderfutter lag ein zerhäckselter Tennisball.

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Ein Tennisball und auch Hundekot in Kuhfutter machen Landwirt Gerhard Jordan Sorgen.

Quelle: Rainer Krüger

Barkelsby. Der Fund des ungesunden Futterbestandteils ist für den Bauern Anlass mit Informationen für Hundebesitzer an die Öffentlichkeit zu gehen.

 Der zerhäckselte Tennisball stammt von einer Grasfläche Jordans am Plattenweg Schusterredder. Dort ist er anscheinend bei Spielen von Hund und Herrchen liegen geblieben. Jordans Anmerkung dazu: „Auf so einer Grasfläche haben Spaziergänger im Prinzip nichts zu suchen.“ Das sagt er auch mit Blick auf das Landesnaturschutzgesetz. Selbst wenn nach dessen Reform, nicht bestellte Äcker und Felder von jedermann betreten werden dürfen, kann das nach Jordans Auffassung nicht für Grassilageflächen gelten. „Sobald auf ihnen gemäht ist und der Schnitt eingebracht worden ist, beginnt schon wieder der Aufwuchs für die neue Grassilage“, erklärt der 59-Jährige.

 Dabei wäre Jordan noch zufrieden, wenn er es nur mit Tennisbällen zu tun hätte. Vielmehr beunruhigen ihn andere Hinterlassenschaften im Gras, nämlich der Kot der Hunde. In ihm ist nach seinen Informationen der für Milchkühe gefährliche Krankheitserreger Neospora canium enthalten. „Er kann bei trächtigen Kühen zu Störungen bei der Schwangerschaft führen, so dass sie verkalben.“ Kollegen im Bekanntenkreis gehen davon aus, dass der Erreger bei ihren Tieren schon für Verluste gesorgt hat.

 Jordan möchte es bei sich nicht erst so weit kommen lassen und klärt deswegen auf. „Vielen Hundebesitzern ist das Problem nicht bekannt. Ich hoffe, dass sie so einsehen, dass Grasflächen für sie Tabu sein sollten“, erklärt er. Er geht von genügend Ansprechpartnern aus. Nach seinen Schätzungen nutzen täglich zehn Hundehalter den Plattenweg für Gassigänge.

 Dafür, dass Hunde Bewegung brauchen, hat Jordan Verständnis. Schließlich hat er mit Jack-Rusell-Terrier Terry selbst einen Hund auf dem Hof.

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