15 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Im Stil historischer Bauernhäuser

Tierpark Arche Warder Im Stil historischer Bauernhäuser

Die alte Scheune im Eingangsbereich im Tierpark Arche Warder wird saniert. Außerdem gibt es bald Quarantäne-Stallungen. Greenpeace, die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft und die Ursula-Merz-Stiftung finanzieren die Projekte. Über die Gebäude soll Kulturgeschichte erzählt werden.

Voriger Artikel
Entspannung an der Höhenkontrolle
Nächster Artikel
Arbeitskreis spürte 815 Zwangsarbeiter auf

Sylt-Grün heißt die typisch norddeutsche Farbe, mit der Helfer Dishad Ibrahim aus Syrien (32) seit Tagen die neue Holzfassade des Bauernhauses im Tierpark Arche Warder streicht.

Quelle: Beate König

Warder. Die Scheune am Eingang des Tierparks Arche Warder bekommt ein neues Gesicht. Nach dem Vorbild alter Bauernhöfe werden die Seitenwände im oberen Stockwerk erneuert, dazu das Dach saniert. 8000 Euro gibt die Umweltstiftung Greenpeace und 5650 Euro die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft dazu. Eine medizinische Quarantäne-Versorgungsstation für erkrankte Tiere wird mit 8000 Euro von der Ursula-Merz-Stiftung gebaut.

 Seit September steht ein Baugerüst um das nur zum Teil leer geräumte Gebäude: Die Toiletten für Parkbesucher und die Duschräume für Gäste, die in Hütten im Park übernachten, sind weiterhin zugänglich. Die Außenarbeiten sind bis auf wenige Quadratmeter Anstrich abgeschlossen. Bis zum Ende des Jahres sollen die Innenräume bezugsfertig sein. „Wir wollen im Tierpark nicht nur alte Nutztierrassen zeigen, sondern auch über die Gebäude ein Stück Kulturgeschichte vermitteln,“ erläutert Tierpark-Pädagogin Stefanie Klingel die historisch nachgestellte Fassadengestaltung des Zweckbaus mit dem Backsteinsockel.

 Marode Dachplatten wurden bereits entfernt und moderne Trapezbleche auf dem Spitzdach montiert. Im Obergeschoss ersetzt Holz verrostete Stahlblechwände. Die in der Farbe Sylt-Grün gestrichenen Lärchenholzbohlen mit weißen Zierleisten am First entsprechen einer schleswig-holsteinischen Bauernhaus-Fassade aus dem frühen 19 Jahrhundert. 2890 laufende Meter Bohlen und Leisten wurden verbaut, um das charakteristischen Aussehen früherer Zeiten herzustellen. Die historische Ansicht wiederholt sich oftmals im Tierpark. Das Haus der Ferkelstube und auch die Pumpenstation wurden im gleichen Stil hergestellt.

 Während der Bauphase an der Scheune ist das Heu- und Strohlager, das im ersten Stock untergebracht war, auf den Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausgelagert. Futter und Streu wurden in Plastik eingeschweißt, um Wasserschäden zu vermeiden.

 Noch im Umbau ist die bei den Mitarbeitern als Quarantäne-Station bekannte medizinische Versorgung im Erdgeschoss. Der vormals rohe Estrich ist bereits gefliest, die bislang unverputzten Wände wurden bis zur Decke gekachelt. Während der Bauarbeiten ist die Station ins Schauhaus verlegt.

 Das genaue Alter der Scheune, die zu den vier markanten Gebäuden am Eingang zählt, lasse sich nicht exakt bestimmen, sagt Stefanie Klingel. Als Jürgen Güntherschulze 1991 den Tierpark in Privatinitiative aufbaute, war das Gebäude bereits vorhanden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das THW-Magazin

Erfahren Sie mehr!
Einblicke hinter die
Kulissen des THW-Kiel

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3