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Ausmisten und Streicheln

Tierpark Arche Warder Ausmisten und Streicheln

Mit dem Angebot „Tierpfleger für einen Tag“ hat der Tierpark Arche Warder in den Osterferien ein Programm, das Kinder lieben: Küken streicheln und Esel kraulen, Schweine füttern, ausmisten und zum krönenden Abschluss Ponyreiten.

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Einmal Schubkarre auskippen: Für Jon mit Hilfe von Tierparkpädagogin Stefanie Klingel ein Kinderspiel.

Quelle: Beate König

Warder. Streichelzoo mit Begleitung ist der Tierpfleger-Tag beileibe nicht. Statt draußen vor dem Zaun direkt im Gehege bei den Tieren sein, sie berühren, statt nur anzuschauen, ist ein Kinder-Traum, den das Team der Arche Warder mit einem pädagogischen Konzept verbindet. Aus den 80 Rassen, die auf 40 Hektar Fläche gezeigt werden, werden Tiere mit ganz unterschiedlichen Nutzfunktionen vorgestellt: Einen Jagdhelfer, einen Eierlieferanten, einen Fleischproduzenten und einen Landwirtschaftshelfer lernen die Nachwuchstierpfleger kennen.

 Füttern, Streicheln, Saubermachen und Informationen sind eine Einheit an jeder Station, die Ina Ziegler, Larissa Wrage und Stefanie Klingel von der Arche mit der Kindergruppe ansteuern. Das Wichtigste, die Verhaltensregeln, damit es zwischen Tier und Mensch rund läuft, wurden beim Start erklärt. Vorsicht, Ruhe und sich Beschnüffeln lassen gehören immer zur Annäherungsphase.

 „Das Frettchen wurde in den Kaninchenbau gesetzt und trieb die Kaninchen heraus“, erzählt Tierparkpädaogin Stefanie Klingel und hält dabei Ole den unternehmungslustig wirkenden Jäger-Helfer zum Streicheln hin.

 Wie hat die Industrialisierung in der Landwirtschaft den Einsatz von Nutztieren verändert? Am Beispiel der Maultiere kann Betreuerin Ina Ziegler das leicht erklären: „Maultiere, eine Züchtung aus Eselhengst und Pferdestute, wurden früher gern eingesetzt, weil sie ausdauernd sind und gleichzeitig weniger anspruchsvolles Futter als Pferde brauchen. Seit Trecker die Arbeit machen, werden viel weniger Maultiere und deshalb auch viel weniger Esel gebraucht. Wir versuchen, die vom Aussterben bedrohte Art der Poitou-Esel zu erhalten“, lernen die Schwestern Charline und Charlotte, während sie das weiche Fell von Esel Prospère kraulen.

 Mads und Moritz lernen beim Mist sammeln in der Ferkelstube der Linderöd-Schweine Teamwork mit Harke und Schaufel. Für Mads ist der Tierpfleger-Tag eine Vorbereitung für den Umzug seiner Familie von der Stadt aufs Land. „Wir bekommen ein Schwein und Hühner,“ erzählt der Neunjährige.

 Altes Brot in den Tümpel werfen und zuschauen, wie die Turopolje-Schweine zum Futter schwimmen, macht Spaß. Nebenbei lernen die Nachwuchs-Tierpfleger, dass die Fleischlieferanten mit übriggebliebenen Lebensmitteln gefüttert werden, die Unternehmen aus der Region dem Tierpark spenden.

 Das Arbeitsende vor der Frühstückspause ist wie bei den echten Tierpflegern sauber: Harke, Forken und Mistschaufeln werden vor dem Geräteschuppen abgespült, gleichzeitig Lieblingstiere bestimmt. „Das Frettchen“, sagt Ole lächelnd. „Die Kükenkrallen waren kratzig.“ Charline und Charlotte ist der ruhige Esel mit dem weichen Fell in bester Erinnerung geblieben.

Der Verein Tierpark Arche Warder, Zentrum für den Erhalt von vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen, wurde vor 13 Jahren von Greenpeace als Nachfolger des Tierparks Warder gegründet. Im europaweit einzigartigen Zucht- und Schauprojekt sind auf 40 Hektar Fläche rund 1200 Nutztiere aus 80 Rassen zu sehen.

Der Park ist täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, Eintritt: Kinder ab vier Jahre 4 Euro, Erwachsene 8 Euro, viele Ermäßigungen. „Einmal Tierpfleger sein“ läuft bis zum 8. April, Anmeldung: Tel. 04329/91340.

Ferienaktion Tierpfleger für einen Tag in der Arche Warder

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