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Todesschüsse im Finanzamt: Urteil rechtskräftig

Bundesgerichtshof Todesschüsse im Finanzamt: Urteil rechtskräftig

Die lebenslange Freiheitsstrafe, die das Kieler Landgericht im April 2015 wegen heimtückischen Mordes im Rendsburger Finanzamt gegen den Steuerberater Olaf L. (56) aus Fockbek verhängte, ist rechtskräftig. Am Sonntag bestätigte der Verteidiger des Todesschützen auf Nachfrage, der Bundesgerichtshof habe das Urteil gegen seinen Mandanten bestätigt.

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Das Urteil gegen Olaf L. wegen tödlicher Schüsse auf einen Finanzbeamten ist rechtskräftig.

Quelle: Frank Peter (Archiv)

Kiel/Leipzig. „Ich werde wohl das Gefängnis nicht mehr verlassen, ehe ich sterbe.“ Diese Worte hatte der Angeklagte kurz vor den tödlichen Schüssen vom 1. September 2014 auf einen Sachgebietsleiter (57) in einem Abschiedsbrief an seine Ehefrau geschrieben. Für L. bedeute das Urteil „mindestens 15 Jahre Verbüßungsdauer“, sagte Strafverteidiger Brand am Sonntag. Der Rechtsanwalt will nun Kontakt mit der JVA Lübeck aufnehmen, um die Haftbedingungen zu klären.

Der gehbehinderte, auf einen Rollstuhl angewiesene Todesschütze bewohnte während seiner anderthalbjährigen U-Haft die einzige dort zur Verfügung stehende barrierefreie Zelle. Auch für Langzeitgefangene stehe in Lübeck eine einzige behindertengerechte Zelle mit besonders gesicherter Toilette, Dusche und Bett zur Verfügung. Weitere Folge des rechtskräftigen Urteils: Olaf L. verliert seine Zulassung als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Berufliche Konflikte trieben den Angeklagten im Vorfeld der Tat in eine zunehmend feindliche Haltung gegenüber der Finanzbehörde. „Alle sind gegen mich, wollen mir Böses“, glaubte Olaf L. laut Urteil in seiner paranoid eingefärbten Realitätswahrnehmung. Mit der BGH-Entscheidung ist er sein Mandat als Gemeindevertreter in Fockbek endgültig los. Auch über andere Menschen zu Gericht sitzen wird der ehemalige Schöffe des Rendsburger Amtsgerichts nie wieder.

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