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Das Urgestein des Tractorpulling

Haßmoor Das Urgestein des Tractorpulling

Hans-Jürgen Ehlers: Der 76-Jährige ist das Urgestein beim internationalen Tractorpulling am Pfingstmontag in Haßmoor. „Das ist ein unbeschreiblicher Moment, wenn die Rolls-Royce mit ihren 3000 PS anfangen zu röhren“, sagt er.

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 Neuer Lehmboden ist in der Auslaufzone der Rennbahn angekommen. Hans-Jürgen Ehlers hat mit einem 30 PS starken Trecker aus dem Jahre 1959 begonnen zu pflügen.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Haßmoor. Dröhnende Motoren, Rauchschwaden und mehr als 1000 parkende Autos auf den Wiesen – Wenn dieses Bild Haßmoor prägt, dann ist wieder einmal Pfingstmontag mit dem Ereignis des Jahres in dem 290-Seelen-Dorf. Tractorpulling. Der Superpull des Nordens, heißt die Veranstaltung, die Hans-Jürgen Ehlers am 25. Mai von 10 bis 17 Uhr zum 24. Mal am Scheeder Weg organisiert. Der 76-Jährige hat mit seiner Leidenschaft am Pfingstmontag 1982 in Jübeck begonnen.

Wenige Tage vor dem Startschuss für die 60 Teams mit etwa 240 Fahrern von bis zu 8000 PS starken Treckern, Schraubern und Helfern ist der 76-Jährige mittlerweile die Ruhe selbst. Das war nicht immer so: „Bis vor wenigen Jahren begannen Aufregung und Nervosität schon sechs Wochen vorher, als es mit der Verteilung der Werbeplakate in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und an der Weser bis nach Cuxhaven losging.“ An etwa 20 Tagen bedient Ehlers mehr als 500 Stationen: Litfaßsäulen, Touristikbüros und andere Multiplikatoren. „Das ist keine Arbeit. Das ist wie Urlaub, wie Freunde treffen.“

Glücksgefühle machen sich bei Ehlers breit, wenn die ersten Traktoren auf der 140 Meter langen Bahn starten und bei herrlichem Wetter etwa 5000 Zuschauer auf dem Hang jubeln. „Das ist ein unbeschreiblicher Moment, wenn die Rolls-Royce mit ihren 3000 PS anfangen zu röhren.“ Doch es gab auch Momente, da wäre der 76-Jährige am liebsten im Erdboden versunken. „Ende der 90er Jahre waren eine Veranstaltung und auch der Ersatztermin total verregnet, es gab nur Schlammwüsten. Das war ein teures Vergnügen.“

Ein kräftiges Bauchkribbeln wird wieder beim Sonnenaufgang am Montag einsetzen. Dann pflügt, fräst und walzt Ehlers die rund 2000 Quadratmeter große Rennbahn. Unterstützt wird der Organisator von 100 Helfern, darunter auch Jan-Christoph Mach. Der 37-Jährige soll sein Nachfolger werden. Ehlers: „Wann ich aber aufhöre, das steht noch in den Sternen.“

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