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Ein Traum von Treckern

Emkendorf Ein Traum von Treckern

Dicker, schwarzer Qualm drang aus den Auspuffrohren, große Trecker und Schlepper bäumten sich wie Pferde vorne auf. Die Motoren dröhnten im Emkendorfer Ortsteil Kleinvollstedt, wenn die PS-starken Maschinen und ihre Fahrer versuchten, das riesige angehängte Gewicht über die Wettkampf-Strecke zu ziehen. Am Sonnabend war der 19. Trecker Treck des Vereins Dieselpower Lütten Vollstedt.

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Full Pull: Bestleistung erzielt Tim Albers mit einem Deutz 9006 in der Sportklasse 5 1/2 Tonnen, weil er es geschafft hat, das Gewicht 80 Meter über die gesamte Bahn zu ziehen.

Quelle: Nora Saric

Emkendorf. Trotz frostiger Temperaturen am frühen Morgen, schien bereits am Vormittag die Sonne warm vom Himmel. Unzählige Traktoren, Fahrer und Zuschauer tummelten sich auf dem Wettkampfgelände auf einer großen Koppel in der Emkendorfer Straße. „Der liebe Gott hat das wirklich gut mit uns gemeint“, freute sich Vereinsvorsitzender Klaus Kühl und erinnerte an die Schnee- und Hagelfälle zwei Tage zuvor. „Da lacht das Herz. So viele Zuschauer hatten wir so früh noch nie.“ Der 75-jährige Landwirt hielt die Fäden in der Hand: Vor 19 Jahren gründete er mit seinem Sohn Ole Kühl und fünf weiteren Trecker-Fans den Verein. Heute hat er 38 Mitglieder und alle packten mit an.

„Die Schlepper ziehen einen Bremswagen über die 80 Meter lange Strecke“, erklärte der gebürtige Kleinvollstedter. „Je weiter der Trecker fährt, desto größer wird der Druck auf den Kufen des Bremswagens und desto schwerer

Foto: Volker Bichel aus Nindorf startet in der Oltimer Klasse mit seinem "Schätzchen": ein organgefarbener Fiat 540 aus dem Baujahr 1976.

Volker Bichel aus Nindorf startet in der Oltimer Klasse mit seinem "Schätzchen": ein organgefarbener Fiat 540 aus dem Baujahr 1976.

Quelle:

wird auch das Gewicht.“ Das Ziel: den Bremswagen am weitesten über die Bahn zu ziehen.

Den ersten „Full Pull“ des Tages – die Bestleistung von 80 Metern – erzielte Tim Albers aus Lutzhorn im Kreis Pinneberg mit einem Deutz 9006 in der Sportklasse 5,5 Tonnen. Mit röhrendem Motor bäumte sich der Deutz vorne auf. „Es liegt wirklich nur an dem Fahrer und wie er seine Maschine einstellt“, erklärte Kühl. Geschwindigkeit in Abhängigkeit vom Gewicht. „Wenn es ein zu großer Gang ist, würgt er ab. Ist es ein zu kleiner Gang, buddelt er sich ein.“ Kühls Enkel Kevin (21) rutschte zum Beispiel mit einem IHC 1246 von der Bahn ab und musste den Zug beenden.

In 29 Kategorien gingen die Fahrer an den Start, unterteilt in die Klassen Oldtimer, Standard, Super Standard, Sportklasse und erstmals auch in einer Frauenklasse. Auf einer großen Wage wurden die schweren Gefährte zwischen 1,6 bis hin zu acht Tonnen gewogen. Direkt daneben lehnte Volker Bichel aus Nindorf an seinem orangefarbenen Fiat 540 und wartete auf seinen Start in der Oldtimerklasse. „Das ist die typische Farbe für diesen Trecker“, meinte er und grinste – stolz auf sein „Schätzchen“ mit 54 PS, 2,5 Tonnen aus dem Baujahr 1976. „Die gibt es heute kaum noch. Mit dem mache ich Zuhause sonst Holz.“ Er sei kein Landwirt. Einen größeren, moderneren Trecker wolle er deshalb gar nicht haben. „Das ist mein Hobby und mitmachen ist alles.“ Von Faszination und Leidenschaft für die Trecker sprach auch Klaus Kühl. „Es bringt einfach richtig Spaß, die Trecker richtig auszutesten

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