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Tunnel in Rendsburg Mehr Tempo versprochen

Das Bundesverkehrsministerium hat einen Drei-Schicht-Betrieb für die Sanierung in der alten Weströhre im Tunnel in Rendsburg versprochen. Soweit technisch möglich werde an sechs Tagen 24 Stunden gearbeitet. Am Geld solle es nicht scheitern. Die Sanierung der Oströhre laufe noch im Zwei-Schicht-Betrieb.

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Seit 2012 fließt der Verkehr durch die Weströhre.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. „Soweit es technisch möglich ist“ werde es den Drei-Schicht-Betrieb geben, sagte Reinhard Klingen, Ministerialdirektor im Bundesverkehrsministerium, am Donnerstagabend in einer öffentlichen Ausschusssitzung im Kreishaus in Rendsburg. Das Ministerium werde sich notfalls „über allzu kleinliche wirtschaftliche Bedenken hinwegsetzen“, versicherte der Beamte. Denn Drei-Schicht-Betrieb sei teuer.

Klingen und Hans-Heinrich Witte, der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, mussten sich heftige Angriffe anhören. Denn seit Sommer 2012 ist die Oströhre gesperrt, und der gesamte Nord-Süd-Verkehr fließt durch die alte Weströhre. Bei Teilsperrungen der Rader Hochbrücke wegen Sturmes, steht der Verkehr in Rendsburg. „Mitunter kommt man sich vor, als sei man abgehängt vom Rest der Republik“, beklagte Armin Rösener, Kreistagsabgeordneter der Grünen aus Rendsburg. Die Wirtschaft verliere täglich 60.000 Euro, klagte Jens-Arne Meier vom Unternehmensverband. „Das ist schlicht und ergreifend nicht hinnehmbar.“

Klingen: „Ich möchte mich für die Unannehmlichkeiten, die Sie in der Region hatten, entschuldigen.“ Und er räumte Fehler ein: „Wir müssen unsere Kommunikation deutlich verbessern.“ Witte versprach für die Zukunft bessere Informationen. „Wenn Sie wollen, sind wir alle vier Wochen hier.“ 

Zurzeit werde mit der Baufirma ein konkreter Bauzeitenplan für die Sanierung der Weströhre ausgehandelt, sagte Klingen und Witte. Die Vorstellungen von Unternehmen und Behörde seien „nicht deckungsgleich“, erklärte Witte, es gebe „nachhaltige Unterschiede“. Am Ende müsse es einen verbindlichen Bauzeitenplan mit Zeitangaben für die einzelnen Schritte geben, sagten die Beamten. Erst wenn dieser unterschrieben ist, würden die Arbeiten in der Weströhre beginnen.

Ob die vom Wasser- und Schifffahrtsamt angekündigte Baupause zwischen Ende der Arbeiten in der Oströhre und Beginn der Sanierung in der Weströhre kommt, ist nach den Worten von Witte und Klingen ungewiss. Die Arbeiten in der Oströhre sollen Ende Februar fertig sein. Wenn dann der Vertrag für die Weströhre unterschrieben sei, könne es gleich weitergehen. Klingen: „Wenn es geht, wollen wir die Baupause vermeiden.“ Dafür gebe es eine 50-zu-50-Chance. Die beiden Beamten wollten sich nicht auf ein Ende der Großsanierung festlegen. Klingen: „Im Moment wäre es nicht redlich.“

Die Tunnelsanierung hat im Sommer 2011 angefangen. Ende 2013 sollte sie nach den ersten Plänen fertig sein und 25 Millionen Euro kosten. Das Wasser- und Schifffahrtsamt ging zuletzt von einem Ende der Arbeiten im Jahr 2018 aus und hält Kosten von 50 Millionen Euro für möglich.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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