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Lösung im Treppen-Disput ist in Sicht

Umbau-Beschluss in Bordesholm Lösung im Treppen-Disput ist in Sicht

Ein Beschluss für eine bauliche Änderung am Treppen-Neubau am Bahnhof soll in einer Sondersitzung des Bauausschusses Bordesholm am Montag gefällt werden. Laut Amtsdirektor Heinrich Lembrecht ist es möglich, die als zu steil kritisierte neue Treppe umzubauen. Fraktionen schießen gegen das Planungsbüro.

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Balance halten: Als zu steil empfindet auch Hinrich Kiel, hier zusammen mit Sohn Thomas (links) das Bauwerk.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Die „steile Treppe“ am Bahnhof in Bordesholm, die stark in die Kritik geraten ist, bleibt Thema. Bei einem Ortstermin am Dienstagmorgen haben Vertreter von Amt, Gemeinde, der Baufirmen mit Ingenieur Andreas Scheer Möglichkeiten erörtert, die Steigung zu verringern. Eine Lösung ist auch gefunden worden, eine Entscheidung aber noch nicht gefallen. Details sollten eigentlich am Nachmittag bei einer Pressekonferenz erläutert werden, die aber kurzfristig mit dem Verweis auf eine Sondersitzung des Bauausschusses am Montagabend (ab 19.30 Uhr, Rathaus) abgesagt wurde.

 Die Treppe, die vor allem älteren Menschen Angst macht, sei nicht fertig und könne verändert werden, betonte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Richtig befestigt werde sie erst, wenn die halbkreisförmige Aufweitung zum Rathaus fertig sei. „Es ist möglich, durch bauliche Änderungen für mehr Bequemlichkeit und Sicherheit zu sorgen“, versicherte er. Im Bauausschuss sollen alle Fraktionen informiert werden und ein Beschluss mit einer breiten Mehrheit gefasst werden, fügte er noch hinzu.

 Nach KN-Informationen soll die Stufenhöhe von 18 auf 17 Zentimeter verringert, die Auftrittsbreite von 27 auf 28 erweitert werden. Dadurch könnte die Steigerung von 33,7 auf 31,2 Prozent reduziert werden. Die alte Treppe hatte eine Steigung von knapp 30 Prozent. „Wir haben keinen Zeitdruck“, erläuterte Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) die angesetzte Bauausschusssitzung.

 Er betonte: „Die Treppe ist doch sehr steil.“ Mit dem richtigen Handlauf, der ja erst ganz zum Ende der Bauarbeiten installiert werde, würde man das zwar nicht so empfinden, aber durch eine weitsichtigere Planung hätte man viel Ärger vermeiden können. „Selbst wenn die Treppe die DIN-Norm erfüllt. Der Planer, der solche Bauwerke ja eigentlich häufiger macht als wir, hätte mehr Fingerspitzengefühl zeigen sollen und uns auf die steile Treppe hinweisen können. Dann hätten wir sie von vornherein verändert.“ Tiedes Angaben zufolge wird die Gesamtbaumaßnahme durch die Veränderungen – vermutlich kommt eine Stufe dazu – nicht teurer als die 1,1 Millionen Euro. Selbst die zusätzlich benötigten Steine seien vorrätig.

 SPD-Fraktionschef Ronald Büssow, der die Sondersitzung gefordert hatte, könnte sich mit der Nachbesserung auch gut anfreunden. Helmut Berger (FDP) schoss wiederum scharf gegen das Planungsbüro. „Mich freut dieser öffentliche Aufschrei. Es macht die fachliche Inkompetenz deutlich.“ In der Vergangenheit musste die Gemeinde bei mehreren Teilen nachbessern.

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