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Für eine Nacht in die Natur

„Wildes Schleswig-Holstein“ Für eine Nacht in die Natur

Einfach das Zelt mitten in der Natur aufstellen und nach einer Tour unter freiem Himmel entspannen – das ist jetzt an zwölf idyllischen Plätzen überall in Schleswig-Holstein erlaubt.

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Hoffen auf viele Naturliebhaber in der Olendieksau: Jochen Kähler (v.l.), Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbands Olendieksau, Umweltminister Robert Habeck, Mareike Zeddel von der Stiftung Naturschutz und Langwedels Bürgermeister Holger Spießhoefer.

Quelle: Nora Saric

Langwedel. Die neue Saison des 2014 von der Stiftung Naturschutz und dem Umweltministerium begonnenen Projekts „Wildes Schleswig-Holstein“ wurde am Freitag von Umweltminister Robert Habeck in der Olendieksau in Langwedel eröffnet.

Legales Wild-Campen abseits von offiziell ausgewiesenen Plätzen soll die Menschen in die Natur locken, um die wunderschönen Seiten des Lands fernab der Städte zu entdecken. „Naturschutz bedeutet im Kern, Räume zu ermöglichen, die Natur zu entdecken“, meinte Habeck, Schirmherr des Projekts, und zeigte mit einer ausholenden Handbewegung über die landestypische Landschaft der Olendieksau. Das 100 Hektar große Areal gehört zu rund 75 Prozent der Stiftung Naturschutz. Hier weiden Auerochsen und Wildpferde, die Pflanzen- und Tiervielfalt ist groß und scheint annähernd unberührt. „Der ökonomische Wert des Vogelzwitscherns und des Sonnenscheins ist gar nicht zu beziffern“, so der Minister.

 „Seit Donnerstag sind alle zwölf Übernachtungsplätze online“, erklärte Mareike Zeddel von der Stiftung Naturschutz. Im Sommer kämen zwei weitere dazu. Sieben davon seien ganz neu. Die übrigen wurden von den Landesforsten oder auch Privatpersonen zur Verfügung gestellt. „Alle Naturliebhaber, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, können hierher kommen, eine Nacht bleiben, und dann weiter ziehen.“

 Das Ziel: Dass richtige Touren von Zeltplatz zu Zeltplatz ermöglicht werden, wenn noch mehr Institutionen oder Privatleute Übernachtungsorte zur Verfügung stellen. „Das Trittbrett ist bereitet, jetzt muss sich eine Dynamik entwickeln“, ergänzte Habeck und wies auf ein paar wenige Spielregeln hin: kein Feuer, nur ein bis zwei Zelte, nur eine Nacht, der Müll muss mit.

 Wegen der Müllberge sorgt sich Langwedels Bürgermeister Holger Spießhoefer nicht: „Man muss alles mal ausprobieren“, sagte er lachend. „Das ist hier eine so schöne Ecke.“ Der Wanderweg sei vor etwa vier Jahren angelegt worden, ebenso die Sitzgelegenheit an dem mit einem Schild markierten Übernachtungsplatz. „Man nennt das hier das Urstromtal der Olendieksau. Die fließt von Dätgen durch Langwedel hindurch bis in den Brahmsee.“ Probleme mit Wild-Campern habe es bisher nicht gegeben. „Wir haben ja hier unsere zwei Campingplätze.“

 Neben der Olendieksau am Wanderweg vom Moorweg in Richtung Dätgen gibt es im Kreis Rendsburg-Eckernförde einen zweiten Übernachtungsplatz im Eidertal nahe Reesdorf. Im Erlebniswald Trappenkamp im Kreis Segeberg wurde von den Landesforsten ein Platz zur Verfügung gestellt.

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