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Mehr Unfälle, mehr Verkehrstote

Unfallstatistik 2014 Mehr Unfälle, mehr Verkehrstote

Mehr Unfälle, mehr Tote: Die Polizeistatistik weist für 2014 für den Kreis Rendsburg-Eckernförde einen deutlichen Anstieg aus. So starben im vergangenen Jahr 14 Menschen auf der Straße, drei mehr als 2013.

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Bei Osdorf starb am 9. März 2014 ein 19 Jahre alter Autofahrer.

Quelle: Uwe Rehbehn

Rendsburg. Diese Zahlen legte die Polizei am Donnerstag in Rendsburg vor: 6430 Unfälle gab es im vergangenen Jahr im Kreis Rendsburg-Eckernförde. 5140 waren es 2013. Damit sprang die Zahl um 25 Prozent nach oben, auf einen neuen Rekordwert seit 2010. Die Zahl der schwer verletzten Unfallopfer stieg um zehn auf 242. Auch das ist ein Fünfjahresrekord. 14 Menschen starben, lediglich im Jahr 2011 waren es mehr, nämlich 15 Tote. Nicht in der Statistik erfasst sind die Unfälle auf den Autobahnen.

„Man kann nicht zufrieden sein“, sagte Bernd Lohse, der Leiter der zuständigen Polizeidirektion Neumünster. „Es gibt auch erfreuliche Aspekte“, ergänzte Grit Auricht, die für das Sachgebiet Verkehrsangelegenheiten zuständige Polizeibeamtin. So sei die Zahl der an Unfällen beteiligten Kinder im Gegensatz zur landesweiten Entwicklung gesunken. Und: Anders als im Land sei die Zahl der Unfälle mit Motorradfahrer gefallen, von 119 auf 96. Aber: Es habe 2014 drei tote Motorradfahrer gegeben.

Hauptunfallursachen sind: zu schnelles Fahren, Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren sowie Missachtung der Vorfahrt. Die Zahl der angetrunkenen Fahrer sank seit 2011 von damals knapp 300 auf gut 200. Das liege nicht an weniger Kontrollen. Die Zahl der Drogendelikte sei dagegen sprunghaft angestiegen, von 80 im Jahr 2013 auf 125 im vergangenen Jahr. Das könne an genaueren Kontrollen liegen.

Zu den dramatischsten Unfällen gehörte der Tod eines 19 Jahre alten Mannes Ende Februar auf der Bundesstraße 77 Höhe Hamweddel-Legan. Der junge Mann lief nachts angetrunken auf die Straße. Ein 75 Jahre alter Fahrer erfasste ihn. Das Opfer war sofort tot. Das Amtsgericht verurteilte den Rentner jetzt zu einer Geldstrafe von 3000 Euro.

Wenige Tage nach diesem Unfall verstarb ein ebenfalls 19 Jahre alter Mann bei Osdorf auf der Landesstraße 44. Er schleuderte mit seinem Pkw gegen einen Baum. Das älteste Verkehrsopfer war im vergangenen Jahr eine 87 Jahre alte Fußgängerin. Ein rückwärts fahrender Pkw erfasste sie im März in Wattenbek.

Fünf Unfallschwerpunkte listet die Polizei auf. Unter anderem die Einmündung der Landesstraße 298 in die Landesstraße 318 in Grevenkrug. Beim Abbiegen kam es dort zu drei Unfällen. Zwei Menschen wurden schwer verletzt. Die Einmündung war schon 2013 Unfallhäufungsstelle.

In Eckernförde ist die Kreuzung Bundesstraße 76/Noorstraße seit dem Ausbau gefährlich. Acht Unfälle listet die Polizei dort seit Juni auf. Ende Juli starb dort ein 78 Jahre alter Autofahrer, beim Abbiegen hatte er den Gegenverkehr übersehen. Seitdem im Dezember ein Warnlicht installiert sei, sei die Zahl der Unfälle drastisch zurückgegangen.

Vertreter von Polizei, Kreis und Straßenbaubehörde wollen im Juni bei Ortsterminen prüfen, wie Unfallhäufungsstellen entschärft werden können.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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