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Milde Strafe für den Fähr-Kapitän

Kollision Schwebefähre Milde Strafe für den Fähr-Kapitän

Fast auf den Tag genau 21 Monate nach der schweren Kollision der Rendsburger Schwebefähre mit der „Evert Prahm“ auf dem NOK hat das Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den damals 52 Jahre alten Fährführer erlassen, teilte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Donnerstag dieser Zeitung mit.

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Nach der Kollision rettet die Rendsburger Feuerwehr den schwer verletzten Führer der Schwebefähre.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Wenn der Maschinist den Strafbefehl akzeptiert, muss er eine Strafe von 2400 Euro bezahlen, ist nicht vorbestraft und entgeht einer öffentlichen Gerichtsverhandlung. So weit ist es aber noch nicht. Der Fährführer könne noch Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen, dann komme es zu einer Gerichtsverhandlung, erklärte Bieler.

„Wir werfen ihm grobe Fahrlässigkeit und nicht Vorsatz vor, das war zu berücksichtigen“: So begründet Bieler die relativ geringe Strafe. „Es ist und bleibt ein Unfall, der strafrechtliche Konsequenzen hat.“ Der Fährführer habe den Schiffsverkehr auf dem Kanal „nicht ordnungsgemäß“ beobachtet und der „Evert Prahm“ die Vorfahrt genommen, erklärte der Oberstaatsanwalt. Alkohol oder Ablenkung durch ein Smartphone hätten keine Rolle gespielt.

Der Beschuldigte habe fahrlässig Leib und Leben des zum Kollisionszeitpunkt einzigen Passagiers der Schwebefähre gefährdet und Sachschaden in Millionenhöhe angerichtet. Der Passagier, ein Polizeibeamter auf dem Weg nach Hause nach Osterrönfeld, und der Fährführer wurden verletzt.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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