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Sorge um die Straßen

UV Mittelholstein Sorge um die Straßen

Rund 200 Gäste aus allen Teilen der Gesellschaft kamen zur traditionellen „Begegnung im September“ in die Aco Thormannhalle nach Büdelsdorf. Jens van der Walle, Chef des ausrichtenden Unternehmensverbands Mittelholstein, setzte Hoffnung auf eine schleswig-holsteinische Verkehrsallianz.

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Daniel Günther (CDU, von links) wird von den Vertretern des Unternehmensverbands, Jens van der Walle und Michael Thomas Fröhlich, begrüßt.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Büdelsdorf. Silbernes Jubiläum: Zum 25. Mal trug der Unternehmensverband Mittelholstein seine „Begegnung im September“ am Dienstagabend aus. Die Kulisse von rund 200 Besuchern in der Aco Thormannhalle an der Grenze zwischen Büdelsdorf und Rendsburg nutzte Jens van der Walle erneut für die Lieblingsbotschaft seines Unternehmensverbands: Landes- und Bundesstraßen in Schleswig-Holstein seien marode. Ihm werde Angst und Bange, weil die Verkehrsinfrastruktur des Landes auf Verschleiß betrieben werde, sagte der Vorsitzende. Vor dem Hintergrund sei die in der vergangenen Woche geknüpfte Allianz Verkehrsinfrastruktur ein erster Grundstein. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hatte sich gemeinsam mit den Spitzen von DGB Nord, der Industrie- und Handelskammer sowie dem Unternehmensverband auf die wichtigsten Infrastruktur-Projekte für das nördlichste Bundesland geeinigt.

Van der Walle: Diese Allianz sei auch für die Region Rendsburg das richtige Zeichen und beinhalte unter anderem die Festlegung, dass zuerst der Kanaltunnel fertiggestellt werden müsse, bevor der Neubau der Rader Hochbrücke beginnen könne. Und dass ein Investitionsschub in die Sanierung des Landesstraßennetzes nötig sei. Der Stopp des A-20-Ausbaus durch ein Fledermaus-Urteil, die marode Rader Hochbrücke, die lange Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels zeigten, dass dringend Investitionsschübe gebraucht würden. Ansonsten sei auch zu befürchten, dass die Region Rendsburg ausblutet.

Auch Daniel Günther (CDU), der Oppositionsführer im Landtag, kritisierte, das Land schiebe einen großen Investitionsstau vor sich her. Die Regierung bleibe untätig. Sie ruhe sich darauf aus, Investitionen für später zu versprechen, wenn sie womöglich nicht mehr in der Verantwortung sei. Sie habe in der Vergangenheit bürokratische Hürden für Unternehmen aufgebaut, statt die Rahmenverbindungen für sie zu verbessern.

Aco-Hausherr Hans-Julius Ahlmann forderte Einsatz für die Zukunft der Region Rendsburg. Diese habe an Glanz verloren und ihre einstige Zugkraft „erheblich eingebüßt“, sagte der Unternehmer.

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