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UVMH drängt auf Hertie-Lösung

Rendsburg UVMH drängt auf Hertie-Lösung

In ungewöhnlich scharfer Form hat der Unternehmensverband Mittelholstein (UVMH) das Rendsburger Rathaus mit Vorwürfen überhäuft und Forderungen gestellt. Im Mittelpunkt der Kritik stand der jahrelange Leerstand des ehemaligen Hertie-Gebäudes in der Innenstadt.

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„Das Hertie-Haus (Mitte) als Schandfleck im Stadtzentrum muss weg. Wenn sich kein Investor findet, muss die Stadt das Gebäude kaufen,“ fordern Jens van der Walle und Michael Thomas Fröhlich.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. „Es muss dem Bürgermeister endlich gelingen, Verwaltung und Politik beim Verkauf des Hertie-Hauses hinter sich zu scharen“, waren sich Vorsitzender Jens van der Walle und Geschäftsführer Michael Thomas Fröhlich auf der Frühjahrs-Pressekonferenz am Freitag in Rendsburg einig. Seit Jahren steht das Gebäude nach der Hertie-Insolvenz leer. „Dieser Schandfleck muss weg. Unsere Geduld ist am Ende“, sagte Fröhlich. Die Forderung des UVMH: „Wenn sich kein Investor findet, dann muss die Stadt das Gebäude kaufen.“ Das Geld dafür sei da. „Die Stadt hat Gewerbesteuereinnahmen von 15 Millionen Euro.“ Aus dem Gebäude könne eine Eider-Galerie, eine verkleinerte Form der Holsten-Galerie in Neumünster, entstehen. Ein weiteres Thema des Verbandes war das Gelände am Obereiderhafen: „Rendsburg wird es sich nicht leisten können, die Umsetzung der attraktiven Ideen des neuen Investors platzen zu lassen“, meinte Fröhlich.

 Auch die Politik bekam ihr Fett ab. „Es ist einfach nicht mehr auszuhalten, dass sich Ratsmitglieder statt mit der Stadt lieber mit sich selbst beschäftigen.“ Der Appell von van der Walle: „Arbeitet endlich konstruktiven Fragen ab und nicht persönliche Befindlichkeiten.“ Die Ratsversammlung lasse die notwendige Professionalität vermissen. „Sie macht Politik auf sehr niedrigem Niveau.“

 Das Thema Kanaltunnel durfte nicht fehlen. Der Vorsitzende warf der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Versagen vor. „Die Bauaufsicht hat nicht ordentlich gearbeitet. Wenn sie nicht genügend Ingenieure hat, dann muss sie private Ingenieurbüros beauftragen.“

 Bei aller Kritik und Forderungen trat die konjunkturelle Entwicklung im Wirtschaftsraum Rendsburg bei den Ausaführung der Unternehmensvertreter fast in den Hintergrund. Die Botschaft von van der Walle: „Wir können für das erste Quartal eine positive Konjunktur vermelden. Die Unternehmen schauen optimistisch auf das Geschäftsjahr 2016.“

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