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Unternehmer erwägt Strafanzeige gegen Stadt

Mark Hansen fühlt sich enteignet Unternehmer erwägt Strafanzeige gegen Stadt

Zwischen Mark Hansen und der Stadt Büdelsdorf ist ein heftiger Streit entstanden. Der 22-Jährige, der zusammen mit seiner Schwester Joy (19) Gesellschafter der Boot und Yacht Hansen GmbH ist, wirft der Kommune vor, eine der Firma gehörende Kaianlage an der Obereider ohne Rücksprache mit ihm an ein Büdelsdorfer Unternehmen verpachtet zu haben.

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Asphaltdecke, Tor und Zaun gehören vermeintlich der Boot und Yacht Hansen, die Erde darunter der Stadt.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Büdelsdorf. Die Sachlage an der Obereider ist ungewöhnlich. „Uns gehört die Kaianlage mit Asphaltdecke, Tor und Zaun, aber die Erde darunter, also das Grundstück, der Stadt Büdelsdorf“, behauptet Hansen. Die Firma habe die Anlage Ende 2006 von den Vereinigten Asphalt-Mischwerken in Büdelsdorf mit Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel (WSA) für 29000 Euro gekauft. Hansen betonte auf Anfrage: „Diese Information war im Rathaus bekannt. Das WSA hat mir gesagt, dass die Stadt Büdelsdorf die Akte erhalten hat.“ Büdelsdorf und Rendsburg haben am 1. Juli 2007 die Wasserstraße von der Kieler Wasserbehörde übernommen.

 Wegen zurückgehender Einnahmen habe Hansen im Mai 2013 den Pachtvertrag über das Grundstück mit Büdelsdorf gekündigt und um einen Änderungsvertrag gebeten. „Seitdem ruht der Vorgang“, sagte Hansen. Zu seinem Entsetzen habe er im März von dritter Seite erfahren, dass die Stadt einen neuen Pachtvertrag mit einem Büdelsdorfer Unternehmer abgeschlossen habe. Hansen: „Das grenzt an Enteignung.“ Der Unternehmer habe das Torschloss entfernt.

 Der Aufforderung seines Rechtanwaltes, die Situation mit Hansen zu klären, sei die Stadt bisher nicht nachgekommen. „Ich erwäge Strafanzeige, eine Dienstaufsichtsbeschwerde und Regressanspruch.“ Denn zwei Yacht-Service-Unternehmen aus der Region würden gerne die Kaianlage kaufen, aber derzeit seien ihm die Hände gebunden.

 Jürgen Hein versteht die ganze Aufregung nicht. „Wir haben im guten Glauben die Fläche weiter verpachtet, denn den Pachtvertrag hat Herr Hansen gekündigt“, sagte der Bürgermeister. Erst seit dem 2. Juli sei ihm die privatrechtliche Vereinbarung zwischen dem WSA und Hansen bekannt. „Unsere Akte enthält darüber nichts.“ Er werde sich von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

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