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Urkunden für die Neubürger

Einbürgerung Urkunden für die Neubürger

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde begrüßte am Freitag 24 neue Staatsbürger aus 14 Nationen im Kreishaus. In einer Feierstunde überreichte Fachdienstleiterin Barbara Rennekamp den Neubürgern ihre Urkunden.

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Lebt seit 1975 in Deutschland: Mehrdad Bigdeli aus Felde zeigt seine Einbürgerungsurkunde.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Er habe lange gezögert, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, sagt Mehrdad Bigdeli aus Felde. Bereits 1975 sei er zum Studieren nach Deutschland gekommen, erläutert der gebürtige Iraner. Früher habe er Bedenken gehabt, dass er in seinem Geburtsland schief angeschaut werde, wenn er die deutsche Staatsbürgerschaft annehme. Aber nun habe er festgestellt, dass das nicht so sei.

 Mittlerweile ist er verheiratet, seine Kinder sind mit dem Studium fertig, und er ist bereits Großvater. Da habe er den Entschluss getroffen, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, sagt der 58-Jährige. Die größten Hindernisse, die er bei der Integration sieht, sind die Sprache und die Kultur, sagt Bigdeli. Bereits 1980, als der Krieg im Iran tobte, habe er sich in Hamburg engagiert und Flüchtlingen geholfen. Auch momentan bietet er seine Hilfe beispielsweise als Dolmetscher an.

 Auch Yusuf Tutcu ist froh, nun die deutsche Staatsbürgerschaft zu haben. Seine Eltern stammten aus der Türkei. Er sei aber in Deutschland aufgewachsen und hier zur Schule gegangen, sagt der 18-Jährige aus Rendsburg. Er habe sich für die Staatsbürgerschaft entschieden, da er nicht mehr als Ausländer gelten wollte. Teilweise werde er auf der Straße als Ausländer beschimpft. In der Stadt sei es nicht so schlimm, aber er merke, dass Menschen vom Lande deutlich mehr Vorurteile haben. küh

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