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Energiespeicher soll Kasse füllen

VB Bordesholm Energiespeicher soll Kasse füllen

Die Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) investieren 7,3 Millionen Euro in ein neues Standbein: Mit einem neuen Batteriespeicher soll langfristig Geld verdient werden. Ziel ist es, etwa ab Mitte 2018 den im Speicher gebunkerten Strom an andere Abnehmer zu verkaufen.

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Frank Günther, Geschäftsführer der VBB, zeigt, wo der 15 mal 15 Meter große Batteriespeicher gebaut werden soll.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Die Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB) planen eine millionenschwere Erweiterung ihrer Geschäftsfelder: Für 7,3 Millionen Euro soll bis 2018 auf dem Firmensitz an der Bahnhofstraße ein 15 mal 15 Meter großer Batteriespeicher gebaut werden, mit dem das Unternehmen langfristig Geld verdienen will. Außerdem könnte die 100-prozentige Tochter der Gemeinde im Fall eines Netzausfalls die eigenen Stromkunden autark mit Energie beliefern.

 VBB-Geschäftsführer Frank Günther erläuterte im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch Details des Projektes, das gut 18 Monate vorbereitet und vom Aufsichtsrat bereits gebilligt worden ist. „Es gibt immer mehr Wettbewerber, fallende Margen im Gas- und Stromgeschäft sowie sinkende Absätze durch sparsame Verbraucher: Deshalb müssen wir uns, um erfolgreich zu sein, neue Standbeine suchen.“

 Die Investitionssumme – geplant sind Lithium-Mangon-Ionen-Batterien mit einer Speicherkapazität von 7,5 Megawatt pro Stunde – wollen die VBB durch Kredite in Höhe von 5,3 Millionen, einen EU-Zuschuss von 1,5 Millionen und Eigenmittel von 500000 Euro finanzieren. Ziel ist es, etwa ab Mitte 2018 den im Speicher gebunkerten Strom an andere Abnehmer zu verkaufen. Das passiert nach Angaben Günthers auf einem Marktplatz im Netz. Einsehbar ist das Protal auf www.regelleistung.net im Internet „Uns schwebt vor, im Markt der Primärregelleistung tätig zu werden. Nach unseren Berechnungen können wir dort in 15 Jahren 700000 Euro verdienen“, rechnete der Geschäftsführer vor. Dabei werde man eine Kooperation mit dem Versorger Wemag Schwerin eingehen, der bereits einen solchen Speicher hat.

 CDU und SPD stehen dem Projekt positiv gegenüber. FDP und Grüne äußerten eine gewisse Skepsis. Ursula Schulz-Ehlbeck (Grüne) erinnerte an das große Risiko, das mit dem neuen Projekt und der hohen Investitionssumme verbunden sei. Günther betonte auf Nachfrage: „Klar, bei neuen Geschäftsfeldern gibt es Risiken. Wir haben das aber abgewogen. Und letztlich ist die Gefahr nicht größer als sie beim Einstieg ins Breitbandgeschäft war.“ Nach einer langen Durststrecke werden die VBB dort wohl ab 2019 richtig Geld verdienen. „Dieser Bereich nimmt gerade richtig Tempo auf.“

 Die VBB hatten im vergangenen Jahr eine Bilanzsumme von 26 Millionen Euro. Das Anlagevermögen lag bei 18,5 Millionen Euro, die Schulden bei 13,3 Millionen. 17000 Menschen werden mit Energie, Wärme, Wasser und Breitband versorgt.

 Das Projekt Batteriespeicher wird Frank Günther auch in der Gemeindevertretung am Dienstag, 19. Juli, ab 18.30 Uhr im Rathaus vorstellen.

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