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Neues Kraftwerk arbeitet effizienter

VBK Kronshagen Neues Kraftwerk arbeitet effizienter

Die Versorgungbetriebe Kronshagen haben ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Es versorgt etwa 50 Wohnungen, die Schulen, Sporthallen, das Bürgerhaus und die Bücherei mit Strom und Wärme. Das neue BKHW ist effizienter als das alte und lässt sich wesentlich einfacher steuern.

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Michael Lenz, VBK-Fachbereichsleiter Netzbetrieb Strom, sorgt für das Feintuning des Kraftwerks.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Im Winter vergangenen Jahres begannen die Versorgungsbetriebe Kronshagen (VBK) mit der Erneuerung des alten Blockheizkraftwerks (BHKW) am Suchsdorfer Weg. Seit März sind die Techniker dabei, die Anlage, die mit zwei Gasmotoren Fernwärme und Strom erzeugt, optimal einzustellen. Am Freitag wurde das BHKW offiziell in Betrieb genommen.

1992 war das Kronshagener Blockheizkraftwerk das erste im Umland. Man leistete quasi Pionierarbeit und zahlte dafür. „Am Anfang lief die Anlage defizitär“, sagte Geschäftsführer Joachim Kledtke. Die Technik sei noch unreif gewesen. Erst nach ein paar Jahren und einigen Umbauten sei die Anlage wirtschaftlich vernünftig gelaufen.

Damals wie heute versorgt das BHKW neben den Schulen und Sporthallen, dem Bürgerhaus und der Bücherei auch rund 50 Wohnungen mit Fernwärme und produziert gleichzeitig noch Strom. Das neue BHKW sei wirtschaftlicher und zuverlässiger, so Kledtke. Setzte das erste Modell noch 70 Prozent der Gasenergie in Wärme und Strom um, so sei die aktuelle Anlage mit 90 Prozent deutlich effizienter. Auch, dass Kledtkes Worte neben dem laufenden Motor noch zu hören waren, ist ein Novum. „Selbst im Steuerraum konnte man sich in der alten Anlage nicht ohne Schallschutz aufhalten“, sagte Michael Lenz, Betriebsleiter Strom, der heute sogar von seinem Büro aus die Anlage mittels Laptop steuern kann.

Die Funktionsweise ist simpel. Mittels Gas wird ein Motor angetrieben, der einen Generator bewegt, der wiederum Strom erzeugt. Gleichzeitig entsteht Wärme, die durch einen Wärmetauscher dem Fernwärmenetz zugeführt wird. „90 Grad ist das Wasser heiß“, erläuterte Jens-Uwe Bargholz, Betriebsleiter Wasser Gas. 40 Kubikmeter Wasser sind im gesamten Kreislauf. Rund 1,1 Millionen Euro haben die VBK in die neue Technik investiert.

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