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Ein Hoch auf die Schönheiten der Straße

VW- und Audi-Treffen Ein Hoch auf die Schönheiten der Straße

 „Corrado fahren, ist Understatement“, sagt Hermann Claussen über das Edel-Produkt von Volkswagen. Am Sonnabend kamen rund 2000 Sammler, Tuner und Liebhaber nach Klein Vollstedt, um beim VW- und Audi-Treffen des Corrado-Clubs Schleswig-Holstein 400 Schönheiten der Straße zu bewundern.

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250 PS lauern unter der Haube von Hermann Claussens (links) Corrado, der Autoliebhaber zeigt Kay Vogt den Bi-Turbo.

Quelle: Beate König

Klein Vollstedt. „Wir vergeben 120 Pokale“ sagt Vereinsvorsitzender Kay Vogt, was Autobesitzer und Zuschauer seit elf Jahren gleichermaßen anlockt. In der Kategorie Show und Shine werden besonders getunte Fahrzeuge und Klassiker auf Originaltreue bewertet. Best of Lack heißt eine Kategorie für Air-Brush-Künstler, dazu gibt es eine Dezibel-Messung für Auspuff- und Musikgeräusche.

Claussen ist nicht wegen der Wettkämpfe mit seinem 1990 gebauten Schmuckstück vorgefahren. „Es ist eine Club-Veranstaltung, da will ich dabei sein,“ sagt der 37-Jährige. Was ihn am VW-Flitzer fasziniert, der im Karmann-Werk in Osnabrück nur 98000 Mal gebaut wurde, ist nicht der Erfolg des Modells. „Der Corrado war ein Flop. Er wurde nur von 1988 bis 1995 hergestellt.“ Mit 25000 Euro Anschaffungskosten in der Grundausstattung spielte der Wagen in der Porsche-Liga mit und war für viele Kunden schlicht zu teuer. Klimaanlage, Tempomat, elektronisch verstellbare Sitze und Fensterheber der Standardausstattung konnten den hohen Preis nicht wett machen.

Hier sehen Sie Bilder vom VW- und Audi-Treffen in Klein Vollstedt 2016

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Claussen hingegen schätzt das zeitlose Design des tropfenförmigen, flachen Sportwagens. Er nahm die Karosserie als Basis für ein Auto nach seinem Geschmack. Ein 250-PS-Motor brummt unter der Haube, ein straffes Gewindefahrwerk hält den Wagen in Kurven auch bei hohem Tempo in der Spur. Weinrot gefärbtes Leder bestimmt den Look der Fahrgastzelle. Armaturenbrett, Lenkrad, Sitze, selbst der Himmel sind damit bezogen. Kontrastprogramm dazu ist die Lackierung in Sansibar-gold-metallic, einer Volvo-V-60-Farbe. 

Zum VW-Abgasskandal war auf der Schaufläche die Meinung einhellig. „Die USA wollten an VW ein Exempel statuieren,“ sagt nicht nur Kay Vogt. Die Autos von VW würden in Amerika sehr gut verkauft. Die Konkurrenz habe gezielt nach etwas gesucht, was man den deutschen Autoherstellern anhängen konnte. „VW ist die erste Firma, die es erwischt.“ Er war sich sicher: Andere Autohersteller werden folgen. 

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