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Vatertag nicht still, aber ruhig

Bordesholm Vatertag nicht still, aber ruhig

Vor allem Jugendliche bevölkerten an Himmelfahrt die Vogelwiese am Bordesholmer See. Mit lauter Musik und Getränken aus dem Bollerwagen feierten sie den Vatertag, obwohl die meisten vom Vaterwerden wohl noch weit entfernt waren. Dafür Stille im Bordesholmer Hochzeitswald und fast nichts los an der Einfelder Schanze in Neumünster.

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Treffpunkt Vogelwiese am Bordesholmer See: Beobachtet von der Polizei feierten hier vor allem Jugendliche den Vatertag.

Quelle: Noira Saric

Bordesholm. Im vergangenen Jahr tummelte sich hier etwa das Vierfache, schätzte Polizeikommissar Marco Rose vom 2. Revier Neumünster und deutete auf die Schar auf der Vogelwiese. Viele ältere Feiernde seien offensichtlich gar nicht erst losgezogen, denn auffällig viele Jugendliche waren hier zusammen gekommen. Dennoch gab es gegen 14 Uhr erst zwei Platzverweise, wie Rainer Wetzel, Sprecher der Polizeidirektion Neumünster, berichtete – einen am Bordesholmer, einen am Einfelder See. Spaziergänger und radfahrende Gruppen ließen sich vom Partyvolk nicht stören. Der ein oder andere schüttelte nur schmunzelnd den Kopf oder tanzte sogar etwas zur lauten Musik der jungen Leute.

 Wie berichtet, hatte die Bordesholmer Amtsverwaltung erst kürzlich eine Allgemeinverfügung erlassen, um Alkoholexzessen oder bisweilen sogar körperlichen Auseinandersetzungen vorzubeugen. Rund 80 Polizeibeamte sorgten seit 10 Uhr dafür, dass sich maximal 80 Personen im Hochzeitswald und maximal 100 auf der Vogelwiese treffen. Offenes Feuer und Grillen war verboten. „Es gab immer wieder Exzesse“, so Wetzel. „Die Leute waren oft gar nicht mehr ansprechbar.“ Im vergangenen Jahr habe es einige Körperverletzungen gegeben, Widerstand und Übergriffe auf Polizeibeamte und daraus resultierende Gewahrsamsnahmen.

 „Es ist diesmal schon sehr ruhig“, schätze Wetzel ein. „Wir gehen davon aus, dass unsere Vorsorgemaßnahmen greifen, die Öffentlichkeitsarbeit und die Besuche in den Schulen.“ Kommissar Rose war rund um den Einfelder See mit Andreas Leimbach, Jugendbeauftragter der Stadt Neumünster, unterwegs. Die beiden sprachen die Jugendlichen schon am Vormittag an. Dies sei der „Türöffner“, falls sie eben diese später und womöglich betrunken wieder treffen sollten, so Leimbach: „Es geht darum, Grenzen aufzuzeigen, nicht zu verbieten.“ Wer schon mit zehn Flaschen Schnaps im Bollerwagen aufs Gelände wolle, werde erst gar nicht auf den Platz gelassen, erklärte Rose das restriktive, also beschränkende, Vorgehen. „Wir schreiten niederschwellig ein, also sofort, wenn wir Gefahren erkennen, und sprechen frühzeitig Platzverweise aus“, erklärte Wetzel.

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