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Dringend Co-Paten gesucht

Eckernförde Dringend Co-Paten gesucht

Zum zehnten Mal war die Eckernförderin Hanne Pischke im afrikanischen Tansania, um vor Ort den Verein Die Schule in Afrika persönlich zu unterstützen. Mit Patenschaften aus Eckernförde und Umgebung werden an der Karambacha-Schule in Usangi 35 Schüler auf dem Weg durch die Primary- und Secondary-School begleitet und sollen auch im Studium finanziell unterstützt werden.

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Besuch bei der Schülerin Asha: Die 19-Jährige hat ihren Schulabschluss in der Tasche und möchte nun an der Universität Wasserbauwirtschaft studieren.

Quelle: privat

Eckernförde. Bei den ersten zeigt sich nun der Erfolg: Der 25-jährige Joel hat seinen Schulabschluss – vergleichbar mit dem hiesigen Abitur – in der Tasche und studiert jetzt Lehramt (Englisch und Kisuaheli), und auch Asha (19) steht nun vor dem Studium, in dem sie sich mit der Wasserwirtschaft beschäftigen möchte. Sechs weitere der 35 Schüler zeigen so gute Leistungen, dass sie nun auf die weiterführende Schule gehen können, um dort ihre Studienberechtigung zu erlangen.

Alle 35 Schüler haben Paten, die sie mit monatlich 15 Euro unterstützen. „Das hat bisher gut geklappt“, so Pischke (62). Doch nun seien die Preise für das Studium explodiert. Reichten bisher 850 Euro im Jahr für die Finanzierung eines Studienplatzes, haben sich die Kosten mittlerweile gut verdoppelt. „Wir suchen deshalb dringend Co-Paten“, ruft Pischke zur Unterstützung auf. Denn was nütze eine gute und erfolgreiche Schullaufbahn, wenn sie danach jäh enden würde.

Und ohne Hilfe gehe es nicht, so die Eckernförderin, die eine typische Familiensituation in Usangi schildert. Der Vater davongelaufen, die Mutter Gelegenheitsarbeiterin mit vielen Kindern. Am Morgen steht sie auf, um bis zu vier Stunden dorthin zu wandern, wo Arbeit ist. Feldarbeit vielleicht, oder das Schneiden von Gras, um es an Viehhalter zu verkaufen, Handlangerarbeiten oder Transporte für Marktbeschicker. Und jeder Tag bringe die Unsicherheit, ob es einen Job geben könnte. „Dass diese Mütter sich nicht auch noch um die Schule ihrer Kinder kümmern können, liegt auf der Hand“, so Pischke.

„Dennoch möchte unser Verein Hilfe zur Selbsthilfe schaffen“, erklärt sie. Sonst bleibe die Situation wie bisher: 50 Prozent der Jugendlichen hätte aktuell keine berufliche Perspektive in Tansania.

„Ich bitte die Eckernförder um weitere Hilfe“, appelliert Hanne Pischke.

Die Schule in Afrika, Informationen bei Hanne Pischke unter Tel. 04351/476573, www.die-schule-in-afrika.de

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