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Viele Kinder können nicht Rad fahren

Verkehrswacht Rendsburg Viele Kinder können nicht Rad fahren

Laut Verkehrswacht Rendsburg lernen viele Kinder nicht mehr richtig Fahrrad fahren. Sie steuert dieser Entwicklung nun mit einem Bewegungsmobil entgegen – Dies ist das erste in Schleswig-Holstein. Ausgerüstet mit Rädern, Helmen und Straßenschildern gibt es jetzt mobilen Fahrunterricht in Schulen.

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Petra Fischer und Dietmar Benz von der KVW Rendsburg freuen sich über den ersten Anhänger für mobilen Radfahr-Unterricht in Schleswig-Holstein.

Quelle: Malte Kühl

Büdelsdorf. Mit einem Bewegungsmobil will die Kreisverkehrswacht (KVW) Rendsburg den Fahrradunterricht in die Schulen bringen. Am Dienstagnachmittag stellte der Verein das neue Gefährt in Büdelsdorf vor. Es ist das erste Angebot seiner Art in Schleswig-Holstein.

 „Viele Kinder können kein Fahrrad mehr fahren“, sagte Dietmar Benz, Vorsitzender der KVW Rendsburg. Für viele Kinder der Umgang mit dem Fahrrad schon eine Herausforderung, weil sie Probleme mit Motorik und Koordination haben. „Wir wollen daher dort üben, wo die Kinder geschützt sind“, sagt Benz. Beispielsweise in Turnhallen von Schulen.

 Allerdings würden lediglich zwölf von rund 40 Schulen im Bereich der Kreisverkehrswacht über die nötige Ausstattung in ihren Einrichtungen verfügen, erläutert der Vorsitzende. Mit dem Bewegungsmobil soll die nötige Ausrüstung nun in die Schulen kommen.

 In dem Anhänger befinden sich neben 15 Fahrrädern mit Reifen für Sporthallen, einige Verkehrsschilder sowie Fahrradhelme und Sicherheitswesten. Genug für 30 junge Fahranfänger. „Schulen können den Anhänger für eine Woche leihen“, erläutert Benz, auch einen Ausbilder stelle die KVW zur Verfügung. Kostenfrei ist der Service allerdings nicht. Mit dem Erlös werden nötige Reparaturen und Ersatzkäufe getätigt, sagt der Vorsitzende.

 „Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer“, sagt Benz, der von Beruf Polizist ist. Gerade bei fahrradfahrenden Kindern unter sechs Jahren habe es eine Steigerung von 85 Prozent bei den Unfallzahlen im Jahr 2014 gegeben. 2015 waren es nochmal fünf Prozent mehr. „Es ist eine kleine Steigerung, aber jede Steigerung ist zu viel“, sagt Benz. Auch mit steigenden Flüchtlingszahlen gebe es deutlich mehr Menschen, die mit den hiesigen Verkehrsregeln noch nicht vertraut sind. „Es muss dringend was getan werden.“

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