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Vermitteln die Geländer Sicherheit?

Bordesholm will Kreuzung umbauen Vermitteln die Geländer Sicherheit?

Bordesholm. Werden die rot-weißen Geländer im Kreuzungsbereich L318/Holstenstraße in Bordesholm demnächst verschwunden sein? Die Amtsverwaltung hat einen entsprechenden Umbauplan am Dienstag in der Gemeindevertretung vorgelegt. Mit dem Vorhaben konnten sich allerdings nur wenige der Ortspolitiker anfreunden. Eine Entscheidung wurde einstimmig vertagt, das Thema wird an diesem Donnerstag ab 18.30 Uhr im Rathaus im Ausschuss für Infrastruktur öffentlich diskutiert.

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In Bordesholm wird darüber nachgedacht, die Geländer an der Landesstraßen-Kreuzung bei Carstens abzumonierten.

Quelle: Frank Scheer

 Mit dem Umbauplan der Kreuzung bei der Gaststätte Carstens verfolgt das Amt das Ziel, die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Neben der Demontage der zum Teil rostigen Geländer sind Absenkungen der Bordsteine und zusätzliche Markierungen auf den Fahrbahnen vorgesehen. Bislang müssen Radfahrer in Nord-Süd-Richtung immer an der Kreuzung den Fußweg nutzen. Für Fußgänger ergebe sich auch eine Verbesserung der Sicherheit, weil sie nicht immer den Radlern in dem zum Teil unübersichtlichen Bereich ausweichen müssten. Da die Kreuzung im Zuge der L318-Sanierung von Mitte Juli bis Mitte August saniert wird, legte das Amt den Vorschlag zum Umbau jetzt vor. Das Kostenvolumen beläuft sich auf 46000 Euro.

 Ronald Büssow (SPD) berichtete von Gesprächen mit drei Grundschuleltern, die quasi „auf die Palme gegangen sind, weil sie eine Demontage für gefährlich halten“. Die Absperrungen zur Fahrbahn würden den Kleinen eine gewisse Sicherheit geben, gab der SPD-Fraktionschef weiter. Er selbst kennt den Bereich durch Spaziergänge gut. „Der Windzug eines schnell vorbeifahrenden Lkw ist schon eine Bedrohung.“ Über dieses Vorhaben müsse inhaltlich erst mal debattiert werden. „Die Kinder fahren dann im Kreuzungsbereich komplett auf der Straße.“

 Bauchschmerzen, auch wegen der hohen Kosten, hat auch Norbert Baschke (CDU). Seine Fraktion frage sich, ob sich der Aufwand für diesen Kreuzungsbereich überhaupt lohnt. Er hält beispielsweise die Schaffung eines Wartebereichs für Radfahrer vor den Autos für unnötig. Über Tag würden da nur selten mehr als zwei Radfahrer stehen. „Was bedeutet dies für die Ampelzeiten und Rückstaus?“

 Joachim Stoll (Grüne) brach eine Lanze für die Markierungen auf den Fahrbahnen. „Pulkweise sind da vor allem morgens die Schulkinder unterwegs“, berichtete er. Und Streckenmarkierungen sorgten für mehr Sicherheit. Allerdings hielt auch er die inhaltliche Debatte für notwendig. Zeit sei dafür da, weil die Maßnahme nur ausgeschrieben werden soll.

 Laut der Kostenschätzung des Wasser- und Verkehrskontors ist mit 46000 Euro zu rechnen. Dabei ist die Erneuerung der Ampelanlage mit 18500 Euro der größte Brocken. Laut Amtsverwaltung könnte die Maßnahme mit 12000 Euro aber kostengünstiger werden. Außerdem ist geplant, den Asphalt auf der Holstenstraße in Richtung Alt-Bordesholm zu erneuern, da der Belag starke Mängel hat.

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Frank Scheer
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