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Windparkfest für 250 Besucher

Sehestedt Windparkfest für 250 Besucher

Die vier 180-Meter-Windräder drehen sich, die Sonne scheint, und 250 Besucher sind da, um sich die Anlagen anzusehen. Für Cay Ahlmann, Torsten Levsen und Detlef Wulf ist die Welt am Freitagabend in Ordnung. Mit Menschen aus der Region feiern die Gesellschafter der Windpark Sehestedt GmbH & Co. KG die Einweihung der Räder.

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Aus 51 Metern Höhe konnte auf die Räder des Sehestedter Windparks geblickt werden.

Quelle: Rainer Krüger

Sehestedt. „In Sehestedt ist die Energiewende angekommen“, so der sichtlich gut gelaunte Levsen, zugleich Geschäftsführer der Sehestedter Firma Denker & Wulf. Rund 18 Millionen Euro wurden in die vier Drei-Megawatt-Anlagen des Herstellers Nortex gesteckt. „Mit einer Jahresproduktion von gut 33 Millionen Kilowattstunden decken wir den Strombedarf von 9000 Vier-Personen-Haushalten“, erklärt Levsen und verweist auf den ökologischen Effekt des Parks durch Kohlendioxideinsparung. Die Räder des Typs N117 seien für den Schwachwindstandort im Bereich Feldscheide ausgelegt.

 Ausdrücklich bedankt sich Levsen für die „harmonische Zusammenarbeit“ mit der Sehestedter Gemeindevertretung. Die wird auch im Grußwort von Bürgermeisterin Rita Koop (SPD) deutlich. „Wir wünschen dem Park allzeit guten Wind“, sagt sie den Gesellschaftern. Zudem berichtet sie erfreut, dass die Windparkbetreiber zugesagt haben, das Markttreff-Projekt der Gemeinde zu unterstützen. Bereits im Vorfeld hatten Windparkanwohner vom Projekt profitiert. So finanzierte das Unternehmen für gut 20000 Euro den Breitbandanschluss für die Bewohner der Ortsteile Feldscheide und Neu-Holtsee.

 Zu den Attraktionen beim Einweihungsfest gehören unter anderem Kutschfahrten von Sehestedt zum Park und der erhöhte Blick auf die Anlagen. Dazu werden Besucher per Kran 51 Meter hochgezogen. Die Anliegerfamilie Birthe (42), Nils (44), Tom (10) und Fynn (14) Hoyer aus Feldscheide nutzt das Angebot gern. „Ein toller Anblick. Ich konnte sogar unser Haus sehen“, sagt die Mutter. Die 180-Meter-Räder akzeptiert sie: „Mit dem Windpark in der Nachbarschaft können wir besser leben als mit einem Atomkraftwerk.“ Außerdem haben sich die Räder nach Angaben der Hoyers schon als Blitzableiter bewährt. „Bei Gewittern wurde uns schon mehrmals die Fritzbox fürs Internet lahm gelegt. Seit die Anlagen stehen, ist uns das nicht mehr passiert“, erklärt Nils Hoyer.

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