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Vollkornpizza kommt gut an

Nortorf Vollkornpizza kommt gut an

Binnen Minuten sind 66 kleine Pizzen, 23 Crepes und Dutzende Muffins verkauft. Die Zehntklässler aus dem Wahlpflichtfach Fit for life an der Gemeinschaftsschule Nortorf sind zufrieden. Die 15- und 16-Jährigen bieten ihren Mitschülern in der Pause ein gesundes Frühstück an.

Binnen Minuten verkaufen die Zehntklässer ihre selbstgebackenen Pizzen, Muffins und Crepes – mit gesundem Vollkornmehl als Zutat.

Quelle: bk

Nortorf. Schulträger, Förderverein, die Lehrerinnen Karin Greve und Kerstin Ines Janzen haben vor fünf Wochen mit 18 Zehntklässlern das gesunde Schul-Frühstück aus der Taufe gehoben. Das Besondere: Nicht Eltern oder ehrenamtliche Helfer stehen in der Küche und am Verkaufstresen, sondern 15- bis 16-jährige Schüler kochen, backen und belegen Brote für ihre Mitschüler.

 Fünf Wochen dauerte die Vorbereitung des Unterrichtsprojekts. Die Schüler starteten zunächst eine Umfrage bei den Mitschülern, ob gesundes Frühstück gewünscht wird. Von 550 Antworten waren über 500 positiv. Sie suchten Rezepte mit Vollkornmehl aus und entschieden nach einem Geschmackstest, was in den Verkauf kommt. Sie planen den Einkauf, schreiben die Preisschilder, verkaufen und rechnen zum Schluss die Kasse ab. „Die Arbeiten sind genau eingeteilt, jeder hat eine Aufgabe“, sagt Karin Greve.

 Hergestellt werden die gesunden Snacks an zwei Tagen: Bereits in der Doppelstunde am Dienstag wird der Pizzateig geknetet und vorgebacken, Apfelmus für die Crepesfüllung gekocht. Donnerstag früh werden Blaubeermuffins und Crepes gebacken, Brote geschmiert und belegt, Obst für Spieße und Gemüse geschnitten, Pizza belegt und gebacken. Jeden Monat soll ein Gericht auf der Karte ausgetauscht werden, damit das Angebot attraktiv bleibt, plant Karin Greve.

 Die Anschubfinanzierung von 300 Euro für die Lebensmittel steuerte der Förderverein bei, berichtet Andrea Bacher aus dem Verein. Außerdem besorgte sie für 700 Euro Material, bei Ebay den Spuckschutz für die Verkaufstresen, dazu Servietten, Becher für die Gemüsesnacks. „Alles, was mit Rennerei zu tun hat.“ Auch die Kosten für die Besuche von Mitarbeitern des Gesundheitsamts, die das Einhalten der Hygienevorschriften bei Herstellung und Verkauf überprüften, übernahm der Verein.

 Das Ergebnis lässt sich sehen: Leer gekaufte Tabletts, genüsslich kauende Mitschüler und eine volle Kasse.